Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Tempo 30 in der Weinstraße Süd?

Die Stadt will in der Weinstraße Süd einen Tempo-30-Bereich ausweisen.
Die Stadt will in der Weinstraße Süd einen Tempo-30-Bereich ausweisen.

Seit 2024 ist es für Kommunen einfacher, auch auf klassifizierten Straßen Tempo 30 auszuweisen. Die Stadt Bad Dürkheim will das nun am südlichen Ortsausgang versuchen.

2022 hatte der Bauausschuss in der Weinstraße Süd die Einrichtung von zwei Fahrradschutzstreifen zwischen Berliner Straße und südlichem Ortsausgang Richtung Wachenheim beschlossen. Weil die Weinstraße Süd in diesem Bereich eine Landesstraße ist, müssen die Pläne mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) abgestimmt werden.

Der hatte der Stadt eine Verkehrsanalyse aufgetragen – mit Fokus auf die Linksabbiegespur am Amtsplatz in Richtung Seebach. Die Ergebnisse der Analyse müssen erneut mit dem LBM besprochen werden. Hier sei man mit der Speyerer Behörde nach wie vor in Abstimmung, erklärte Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt (CDU) am Donnerstag im Bauausschuss.

Bessere Chancen nach Gesetzesänderung

Zwischenzeitlich habe aber die Unfallkommission getagt und den Bereich als „Unfallhäufungslinie“ eingestuft. Zusammen mit der Neufassung der Straßenverkehrsordnung und den damit verbundenen größeren Freiheiten der Kommunen, Tempo-30-Bereiche auszuweisen, sehe die Verwaltung die Chance, Tempo 30 auf der Weinstraße Süd in Richtung des südlichen Ortsausgangs umzusetzen. In Kürze werde ein Anhörungsverfahren starten, kündigte Bauernschmitt an. Die Stadtverwaltung könne sich in dem Bereich zwischen Polizei und Ortsausgang Tempo-30-Beschilderung mit alternierenden Parkbuchten vorstellen. Radfahrer könnten dann im Verkehr „mitschwimmen“, und es würden weniger Parkplätze wegfallen. „Wir sehen die Möglichkeit, dass Tempo 30 genehmigungsfähig ist“, sagte Bauernschmitt. „Was nicht ginge, ist beidseitiges Parken“, ergänzte Bauamtsleiter Steffen Wietschorke.

Die Prüfung der Realisierbarkeit von Fahrradschutzstreifen werde aber aufrecht erhalten, sagte Bauernschmitt im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Aus ihrer Sicht lasse sich Tempo 30 aber wahrscheinlich zügiger umsetzen. Dies sei eine Möglichkeit, um die Situation für Radfahrer zu verbessern und einige Parkplätze zu erhalten.

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