Wachenheim
Stadtmauer mit schlichten Scharten
Die Ansicht von Westen zeigt sie in der einfachen Ausprägung von Schlitzscharten: Als ursprüngliche Form einer senkrechten, schmalen Maueröffnung dienten sie überwiegend zur Verteidigung mit Langbogen und Armbrust. Diese Schießscharten änderten sich ab dem 14. Jahrhundert durch das Aufkommen von Feuerwaffen.
1341 erhielt Wachenheim die Stadtrechte durch den ersten römisch-deutschen Kaiser aus dem Haus Wittelsbach, Ludwig IV. Es folgte der Bau der Stadtmauer samt Wehrgraben.
Heute friedliche Idylle
Von der einst bis zu neun Meter hohen Befestigung stellt die Westseite bis heute einen lang zusammenhängenden Teil dar. Ihre Schießöffnungen verschmälern sich nach außen. Zwei aufrecht gesetzte Sandsteine geben jeweils den Sichtschlitz frei, oben schließt ein quer gelegter Stein die Maueröffnung ab.
An der hier abgebildeten Stelle endet im Inneren der Wehrmauer die Mühlgasse des Stadtkerns. Dort sind vielfach Häuser angebaut. Auch stand hier bis ins 19. Jahrhundert hinein die Weißenburger Mühle, die vom Burgtalbach gespeist wurde. Wo an der Außenseite einst der offene Bereich des Zwingers lag, fügen sich heute Gärten an die Wachenheimer Stadtmauer an und umwachsen sie mit friedlicher Idylle.