Wachenheim Sommerspaziergang zum Mariengarten mit reizvollen Aussichten

Oben auf der Terrasse spenden die Baumkronen Schatten.
Oben auf der Terrasse spenden die Baumkronen Schatten.

Westlich von Forst kann der Spaziergänger auf alten Wegen manche Sehenswürdigkeit entdecken und dazu noch weite Ausblicke genießen.

Für den Startpunkt gibt es zwei Möglichkeiten: Von Wachenheim kommend geht man auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg am nördlichen Ortseingang von Forst Richtung Waldrand. An heißen Tagen empfiehlt es sich aber, zum kleinen Wanderparkplatz am Eingang des Margarethentals hinaufzufahren.

Ab diesem Platz geht es in südliche Richtung. Ein schmaler Pfad schlängelt sich zunächst durch ein Waldstück, in dem interessante alte Baumgestalten stehen. Nach wenigen Minuten kommt man ins Freie und ein grasbewachsener Weg führt zwischen Waldrand und Weinbergen entlang. Hier hat der Spaziergänger einen weiten Blick über die Rheinebene mit ihren Dörfern und Städten.

Die Strecke bietet auch schattige Abschnitte. Zwischen Spitzahorn und anderen Laubbäumen rankt sich die Waldrebe empor, die jetzt ihre hübschen Blüten trägt. Weiter oben am Hang liegen einige Wiesenflächen, wo blühende Pflanzen wie der Echte Dost gedeihen und Insekten anlocken.

Sitzgelegenheiten laden zur Pause ein

Es geht weiter über bewachsene Wegabschnitte, bis man hinter einer Hecke nach rechts abbiegt und dann nach links am Waldrand weitergeht. Über eine Biegung kommt man auf einen asphaltierten Weg und folgt nun der Strecke, die an einer hohen Trockenmauer entlang führt. Wo sie endet, wendet man sich nach links und an der nächsten Möglichkeit wieder nach links auf den „Wanderweg Deutsche Weinstraße“.

Der Rastplatz Lagenstein lädt mit Sitzgelegenheiten zu einer Pause ein. Hier stehen Mariendisteln, die auch im verblühten Zustand noch beeindrucken: Die Pflanze liebt trockene und voll besonnte Standorte. Ihre Blütenkörbe sind von langen Hüllblättern umgeben, deren Stacheln aussehen wie die gelben Strahlen von Sonnen.

Auf alten Pflastersteinen, angeordnet in der Legeform des Reihenverbands, geht es dann ein Stück bergauf. Heute sind solche gepflasterten Wege selten geworden, dabei haben sie einen besonderen Reiz. Auch sieht der Spaziergänger am Wegrand ausgedehnte Trockenmauern und Gabionenwände. In ihren offenen Spalten finden viele Tiere Unterschlupf.

Im Schatten der Bäume

Bevor es in nördliche Richtung zurück zum Wanderparkplatz geht, sei der Besuch einer besonders schönen Aussichtsterrasse in der Lage Mariengarten empfohlen: Dort steht seit beinahe 100 Jahren das große Bildwerk einer Madonna aus Sandstein. Ihr wallendes Gewand weist darauf hin, dass sie nach barockem Muster gestaltet wurde.

Unterhalb der schönen Anlage breitet sich der Essigbaum stark aus. Dieses Gehölz verdrängt mit dichten Beständen heimische Pflanzen und wird deshalb immer wieder zurück genommen. Auf der Terrasse selbst sitzt man angenehm im Schatten von Bäumen: Die Felsenkirsche, auch Steinweichsel genannt, breitet ihre Äste aus. Ihre kleinen Steinfrüchte sind in der Vogelwelt begehrt. Die Bäume kommen wild in warmen Regionen des Weinbaus vor, wo sie auch lange Trockenheit überstehen.

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