Basketball
SG TV Dürkheim/BI Speyer II ohne jegliche Chance
Nach kleinem Hoch folgte nun der große Dämpfer in der Zweiten Basketball-Regionalliga mit dem Verharren auf dem neunten Tabellenplatz und nur vier Siegen aus elf Spielen zum Vorrundenende.
„Wir hatten kaum Leistungsträger dabei. Viele Verletzte, dazu spielte unser Zweitliga-Team zeitgleich, für das Pepe Lahr, Marko Dordevic und Dennis Diala abgestellt wurden“, erklärte SG-Headcoach Kevin Beiko das große Personalproblem am Samstagabend. „Der kleine Silberstreif dabei ist, dass unsere Jungs gerade eine super Entwicklung hinlegen. Das sieht man alleine schon daran, dass Pepe jetzt schon zum zweiten Mal für ein Zweitliga-Spiel nominiert wurde. Auch wenn er dafür natürlich bei uns fehlt, ist das natürlich eine tolle Geschichte in unserem Verein“, sagte Beiko. „Auch Rasmus Menger und Julian Ifeh haben beide im Spiel große Schritte nach vorne gemacht. Diese Entwicklungen in den letzten Monaten sind für mich wichtiger als solch ein deutlich verlorenes Spiel.“ Auch wenn Beiko offen eingesteht, dass ihm als „Siegertyp“ Verlieren ganz und gar nicht liegt.
Eine ernsthafte Chance hatte seine junge Truppe, bei der einige erstmals Erfahrungen auf diesem hohen Niveau sammelten, aber nicht. Neu-Isenburg startete mit einem Höllentempo und erwischte die stark ersatzgeschwächten Pfälzer komplett auf dem falschen Fuß. 20:1 führten die starken Hessen bereits nach sechs Minuten. Ehe die Spielgemeinschaft überhaupt in dem Match ankommen konnte, war es für die Beiko-Schützlinge bereits verloren. Den ersten Korb aus dem Feld erzielte Flynn Lange erst in der 7. Minute, der damit etwas das Eis brach, aber natürlich zu keiner Zeit mehr ein Signal zur Aufholjagd geben konnte. 30:8 stand es nach zehn Minuten. Bereits zur Halbzeit lagen die Kurstadt-Korbjäger mit 30 Punkten Differenz zurück.
Im dritten Durchgang verkauften sich die Gäste sehr gut und gewannen diesen Teilabschnitt 20:18. Vier Dreier von Neuzugang Joshua Kreilein begünstigten die beste SG-Phase nach dem Seitenwechsel, die zwischenzeitlich das Resultat auf 68:45 verkürzten. Doch in der Folge drehten die Einheimischen wieder auf. Fast 40 Treffer packte der Basketballclub in den letzten 13 Minuten noch oben drauf und baute damit die Führung am Ende auf fast 50 Zähler Differenz aus.
„Im ersten und vierten Viertel erwischten wir jeweils einen extrem schlechten Start. Das hing in erster Linie mit unserer Besetzung zusammen und auch damit, dass wir viele Spieler dabei hatten, die auf diesem hohen Niveau einfach noch keine Erfahrung haben“, meinte Beiko. „Der BC Neu-Isenburg hat ein starkes und erfahrenes Team, das hervorragend zusammenspielt. In der Schlussphase sind wir mental zusammengebrochen. Deswegen wurde es am langen Ende schon sehr deutlich.“ Die Leistungsdichte und auch die große Korbgefahr beim SG-Rivalen zeigten den größten Unterschied auf. Während Kreilein bei der Punkteausbeute im SG-Team herausragte, war auf Neu-Isenburger Seite Fabio Wedel (35 Punkte) der alles überragende Akteur. Auch Celin Tölke und Tyrese Kilee (jeweils 17) scorten hochprozentig.