Bad Dürkheim. Seniorenbus: Hilfe bei Einkauf und Arztbesuch

Seit Jahren fährt bereits ein Bürgerbus durch die Verbandsgemeinde Freinsheim.
Seit Jahren fährt bereits ein Bürgerbus durch die Verbandsgemeinde Freinsheim.

Bekommt Bad Dürkheim einen Seniorenbus? SPD, Grüne und FWG haben das im Sozialausschuss der Stadt am Dienstag beantragt. Funktionieren soll das Konzept wie die Bürgerbus-Modelle in der Region. Allerdings ist geplant, dass ein Verein die Organisation übernimmt.

Der Bus soll älteren, mobilitätseingeschränkten Bürgerinnen und Bürger helfen. Horst Bäuml argumentierte, am Anfang sei die Bürgerbus-Idee auf Verbandsgemeinden ausgerichtet gewesen. Mittlerweile würden die Bürgerbusse auch in Städten mit weiter entfernten Ortsteilen fahren. „Wir haben Verbandsgemeinde-Charakter“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Er habe sich das Modell in Wachenheim angeschaut. Der dortige Bürgerbus sei keine Konkurrenz zu Bus oder Bahn, sondern sei genau auf die Menschen ausgerichtet, die Hilfe bräuchten. Ältere Leute würden an der Tür abgeholt, es werde beim Treppensteigen geholfen oder Einkaufstüten getragen. „Das leistet kein anderer Verkehrsträger“, so Bäuml.

Umsetzung erst im Herbst 2024

Für ihn wäre es ein „Glücksfall“, wenn ein Trägerverein dies übernehmen würde. Das Engagement sei ehrenamtlich, der Bus werde in der Regel gespendet. Einmalig werde der Bus in der Einführungsphase 21.000 Euro kosten, ohne Zuschuss vom Land seien es 29.500 Euro. Davon werde eine Agentur und die Einführungsveranstaltung bezahlt. Falls notwendig, solle die Stadt den Verein mit 2500 Euro jährlich auch weiter unterstützen. Das alles werde Zeit brauchen, so Bäuml, der einen Seniorenbus frühestens im Oktober oder November 2024 durch die Stadt fahren sieht.

„Das funktioniert in anderen Städten gut, wir sind es unseren Senioren schuldig“, sagte Angela Strobel (FWG). Unterstützung kam aus allen Fraktionen. Der Vorschlag wurde einstimmig begrüßt.

x