Bad Dürkheim Seebach verliert letztes Heimspiel
BAD DÜRKHEIM (thl). Fußball-Bezirksligist Rot-Weiss Seebach hat sein letztes Heimspiel gegen den TSV Billigheim-Ingenheim 1:4 (0:2) verloren. Es war die dritte Niederlage der Rot-Weissen in Folge. Damit fiel das Team auf Rang elf zurück.
Trainer Roland Beck hatte im Tor seine Nummer zwei, Patrick Blinn, nominiert. „Patrick hat sich die Saison über loyal verhalten“, erklärte der Coach den Einsatz des 27-jährigen Schlussmannes. Er zeigte ebenso eine gute Leistung wie Routinier Christian Schwindinger (39), der in der Sturmspitze auflief. „Es war abgesprochen, dass Christian 45 Minuten spielt und dann von Pascal Beyer abgelöst wird“, verdeutlichte Beck. Beyer war von seiner komplizierten Knieverletzung überraschend schnell genesen. Es war eine abwechslungsreiche, von beiden Mannschaften offensiv geführte Partie, in der die Südpfälzer eindrucksvoll demonstrierten, wie man auftreten kann, auch wenn es „um nichts mehr geht“. Billigheim-Ingenheim präsentierte sich als technisch gute sowie ball- und passsichere Einheit, die große Qualitäten im Umschaltspiel bewies. Bei den Gastgebern folgte zu oft auf eine Balleroberung ein Fehlpass, was die Bemühungen der Rot-Weissen immer wieder torpedierte. „In der ersten Halbzeit hatten wir ein Chancenplus, haben viel Aufwand betrieben, aber fußballerisch war vieles Stückwerk“, sagte Beck. So entsprang auch die größte Möglichkeit der Seebacher einer Standardsituation. Nach einem Freistoß köpfte Schwindinger an den Pfosten (17.). Das Führungstor der Gäste fiel nach 23 Minuten und resultierte aus einem Ballverlust nach eigenem Einwurf der Seebacher. Auch beim zweiten Treffer des TSV standen die Platzherren Pate. Einen Fehlpass im Aufbau nutzten die Gäste zu einem zügigen Konterangriff, den sie erfolgreich abschlossen (35.). In der Halbzeitpause stellte Beck auf mehreren Positionen um, was sich zunächst auszahlte. Wir haben den Druck auf das gegnerische Tor verstärkt und waren drauf und dran, das Anschlusstor zu erzielen“, beschrieb der Coach die Phase direkt nach der Pause. Die Hoffnungen auf einen Punkt machte der TSV mit seinem dritten Tor zunichte. Billigheim-Ingenheim schaltete erneut schnell um, spielte gut über den Flügel, und den Pass nach innen verwertete der dreifache Torschütze Marcel Thiede (63.). Das 1:3 markierte der von Bastian Keßler klasse freigespielte Beyer wenig später (67.). Ein Diagonalball in den Rücken der Abwehr war Ausgangspunkt des 1:4 (76.). Gegen Ende sah Aygün Coban wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte (85.). „Der TSV war stärker, aber wenn wir uns etwas cleverer angestellt hätten, wäre ein besseres Ergebnis möglich gewesen“, resümierte Beck.