Bad Dürkheim Schlechte Kommunikation

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Die Bahn kommt. In nicht wenigen Werbespots warb die Bahn mit diesem Slogan in den vergangenen Jahrzehnten, liebe Leserinnen und Leser. Wer gestern mit dem Zug zwischen Neustadt und Bad Dürkheim und umgekehrt unterwegs sein wollte oder musste, dem wurde schon ab dem frühen Morgen klar: Die Bahn kommt – nicht. Das war echt ärgerlich. Mein Weg führt mich morgens regelmäßig aus Speyer nach Bad Dürkheim und nicht selten kommt es dabei zu unvorhergesehenen Wartezeiten. Besonders in Schifferstadt hakt es oft. Die Strecke zwischen meinem Wohnort und meinem Arbeitsplatz vergleiche ich inzwischen gerne mit den Arbeiten am Speyerer Dom. Gewerkelt wird immer, fertig wird er nie. Rekordverdächtig war die Fahrzeit aber am gestrigen Tag, denn von Haustür zu Bürotür vergingen gestern zwei Stunden und 15 Minuten. Das hätte nicht sein müssen, wenn der Großkonzern endlich lernen würde, besser zu kommunizieren. Grund für meine verspätete Ankunft am Arbeitsplatz waren gestern Bauarbeiten zwischen Neustadt-Böbig und Mußbach. Dort verkehrte kein Zug. Trotz meiner täglichen Pendelei wurde mir das erst bewusst, als ich morgens in Neustadt-Böbig stand und von der Anzeigetafel darauf hingewiesen wurde, dass der Zug Richtung Bad Dürkheim entfällt. Kein Hinweis auf Ersatz. In der Smartphone-App der Bahn, die inzwischen zu einer meiner digitalen Lieblingsanwendungen gehört, erfuhr ich von einem Schienenersatzverkehr an der nächsten Bushaltestelle. Die Suche danach überließ man meinem journalistischen Instinkt. Kurz gesagt: Ich fand sie unweit des Bahnhofs, aber der Bus, der mich und mein Fahrrad nach Deidesheim zum Bahnhof befördern sollte, kam zehn Minuten später. So kam in Deidesheim eine erneute Wartezeit von einer halben Stunde hinzu, denn der eigentliche Zug war weg. Um zwanzig vor zwölf lief ich schließlich in der Redaktion ein. Einem Anruf bei der Pressestelle der Deutschen Bahn wurde mir erklärt, dass man seit geraumer Zeit auf die Arbeiten aufmerksam gemacht habe. In der Tageszeitung und mit Max-Maulwurf-Fahrplänen an den Bahnhöfen. Beides – und das erging nicht nur mir so – kann man übersehen. Entweder, weil man keine Tageszeitung liest oder weil man als Pendler nicht täglich in den Fahrplankasten der Deutschen Bahn schaut. Schließlich fahren die Züge immer zur selben Zeit. Möglicherweise kommen sogar beide Umstände zusammen. Die Menschen – und das ist meine Beobachtung in den vergangenen Monaten – die jeden Tag zwischen Neustadt und Bad Dürkheim verkehren, sind immer dieselben. Wäre es von der Bahn wirklich zu viel verlangt, bereits Tage zuvor eine entsprechende Bandansage in den dort verkehrenden Regionalbahnen laufenzulassen, die auf die Arbeiten hinweist. Man habe das so vorgesehen, sagte ein Sprecher der Bahn gestern. Zu hören war allerdings nichts in den vergangenen Tagen. Möglicherweise würde es auch helfen, kleine Flugzettel in der Bahn auszulegen oder Plakate an die Zugtüren zu hängen. Nichts dergleichen war zu da – nur dieses eine unscheinbare Max-Maulwurf-Plakat am Dürkheimer Bahnhof. Wäre ich nur alleine so blöd gewesen, die vorherigen Hinweise zu übersehen, dann gäbe es diese Zeilen hier nicht. De facto war es aber so, dass ein Dutzend Leute im Bus nach Deidesheim darüber diskutierten, dass die Bahn in solchen Momenten immer wieder aufs Neue versagt. Noch bis einschließlich 1. Mai wird die Bahn aus Bad Dürkheim nur bis Mußbach fahren. Und umgekehrt gelangt man aus Neustadt nur mit dem Bus bis Mußbach oder Deidesheim, um dort in den Zug Richtung Düw zu steigen. Das sei an dieser Stelle wiederholt. Ein Wochenende mit guten Verbindungen, wünscht

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