Tennis
Sarah Müller vom BASF TC Ludwigshafen gewinnt Hallenturnier
Sarah Müller und Christian Hirschberger, beide vom BASF TC Ludwigshafen, gewannen in ihren Konkurrenzen das Turnier. Ein guter Gastgeber war der TC Schwarz-Weiß Bad Dürkheim aber allemal. Und ein paar Lokalmatadoren fanden sich trotzdem im Feld – wenn auch manchmal sehr verdeckt.
Torben Semrau, Kölner THC – falsche Stadt, falscher Vorname. Uwe Semrau spielt in der Regionalliga der Herren 55 in der höchsten deutschen Altersklassenmannschaft für Schwarz-Weiß Bad Dürkheim. Kurz nach dem Jahreswechsel erhielt er Besuch von seinem Sohn, der in Köln studiert und damit prominentester der verkappten Dürkheimer im Teilnehmerfeld war, immerhin auf Platz vier der Setzliste stand. Genutzt hat es ihm nichts.
Nur ein Spiel für Torben Semrau
Schon nach einem Match war der Ausflug in die Pfalz auch schon wieder beendet. Niklas Noll vom TV Seeheim beendete den sportlichen Heimaturlaub. Für Semrau auch ein wenig Pech in der Auslosung, denn Noll hatte die Setzliste nur knapp verfehlt. Viel hat ihm der Sieg dann aber nichts genutzt. Zwar zog der 24-Jährige aus Pfeddersheim, der aktuell für den TC Seeheim in Hessen gemeldet ist, ins Halbfinale ein, dort war das Turnier nach einem positiven Testergebnis aber abrupt beendet.
Christian Hirschmüller wollte das Turnier nach vielen Monaten im reinen Trainingsbetrieb als Übungsleiter des BASF TC („Meine letzten Matches hatte ich im Sommer, während der Medenrunde“) zum Einspielen für die Hallensaison nutzen, die er seit vielen Jahren in Bremen verbringt. Daraus wurde nichts, denn durch das – entgegen den Erwartungen – sehr kleine Teilnehmerfeld, hatte er ein Freilos in Runde eins und sein Halbfinalgegner Niklas musste kurzfristig erkrankt zurückziehen, so dass letztlich nur zwei Matches für den Turniersieg genügten.
Keine wirkliche Überraschung für „Hirsch“: Ich fühle mich in der Halle einfach wohl. Halle und ich – das passt einfach zusammen“, lachte der 29-Jährige, für den das Jahr aber noch mit einer ganz besonderen Überraschung begonnen hatte: „Ich wurde für die Weltmeisterschaft der Altersklasse Herren 30 vom Deutschen Tennisbund nominiert.“ Eine große Ehre, die ihn vielleicht ebenfalls ein bisschen beflügelt hat.
Versteckter Lokalkolorit
Bei den Damen war das Lokalkolorit noch ein bisschen besser versteckt. Greta König von der Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft zum Beispiel trainiert ebenso mehrmals unter der Woche bei Ronald Jung an der Kanalstraße, wie auch Alexia Serres, die den TC Rot-Weiß Speyer als Stammverein angab. Im direkten Duell der beiden siegte Serres mit 10:2 im Matchtiebreak. In Runde zwei war dann aber auch für sie das Turnier beendet. Und noch mehr um die Ecke ging es bei Noelle Galow, die im Sommer in der Regionalliga für den TC Ludwigshafen-Oppau gespielt hatte, aber in Bad Dürkheim aufgewachsen ist. Seit einem Jahr ist ihr Zuhause aber Bordighera in Ligurien, Italien, wo sie auch die Schule besucht. Aber in den Ferien besucht sie noch die alte Heimat. Sportlich war der Abstecher in die Heimat allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Nach einem Freilos in Runde eins traf sie auf die topgesetzte, spätere Turniersiegerin Sarah Müller vom BASF TC Ludwigshafen, hatte beim 0:6, 1:6 nur wenig Chancen, kann eventuell am kommenden Wochenende bei den Pfalzmeisterschaften an gleicher Stelle einen weiteren Anlauf nehmen.
Darauf hofft auch TC-Sportwart Stefan Müller. Und das nicht nur „unter falscher Flagge“ und bei den Damen. „Sicherlich hätten auch noch einige Spieler aus unser Pfalzligamannschaft melden können“, vermisste er beim DTB-Turnier eine stärkere Präsenz der Gastgeber. Vorwürfe wollte er aber niemandem machen. „Jeder Spieler wird seine Gründe haben, für welches Turnier er meldet und für welches eben nicht.“ Zuletzt hatte es Tobias Gass von den Schwarz-Weißen vor neun Jahren ins Finale geschafft.