Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Relegation: RW Seebach dominiert VfB Hochstadt

Der Seebacher Lucas Kohl (rechts) im Zweikampf beim Heimspiel gegen den VfB Hochstadt.
Der Seebacher Lucas Kohl (rechts) im Zweikampf beim Heimspiel gegen den VfB Hochstadt.

Der SV Rot-Weiß Seebach legt in der Relegation um den Aufstieg in die A-Klasse Rhein-Mittelhaardt vor und schlägt den VfB Hochstadt deutlich. Warum Seebach stärker war.

Vor einer Zuschauerkulisse, die im Meisterwasental ungewohnt ist, erfüllte der SV Rot-Weiß Seebach im Hinspiel der Relegationsrunde zur Ermittlung des gemeinsamen Aufsteigers der A-Klassen Rhein-Mittelhaardt und Südpfalz seine Hausaufgabe gegen den VfB Hochstadt souverän. Auch für die Südpfälzer war der 3:0 (2:0)-Sieg der Rot-Weißen verdient.

Die erste gefährliche Aktion sahen die 637 anwesenden Fans vor dem Seebacher Tor, als der auffälligste Hochstadter Marcel Schulz von links Nico Hartmann anspielte. Letzterer wusste aber damit nichts anzufangen. Diese Szene spiegelt die Leistung der Südpfälzer während der gesamten Partie wieder. Sie schafften es kein einziges Mal, Seebachs Torwart Tim Vangheluwe zu einer Parade zu zwingen, und ihre Offensivkräfte verloren die meisten Zweikämpfe.

Chancenverwertung das einzige Manko

„Die Seebacher Spieler sind erfahrener und heute auch cleverer als meine gewesen“, gab VfB-Trainer Markus Ehrstein zu. „Man muss aber auch berücksichtigen, dass wir großteils noch die Mannschaft haben, die vor drei Jahren fast in die B-Klasse abgestiegen ist, und uns niemand so eine tolle Runde, wie wir sie bis heute gespielt haben, zugetraut hatte“, gab er zu Bedenken.

Die Gastgeber übernahmen schnell die Kontrolle und wurden in der 25. Minute auch belohnt. Dabei nutzten sie ihren kleinen Kunstrasenplatz aus, als Nicolas Burret den Ball per Einwurf von links bis in den Hochstadter Strafraum brachte und ihn Fabian Wenz zum 1:0 ins Hochstadter Tor köpfte. „Wir hätten in dieser Phase noch mehr Tore erzielen müssen“, bedauerte Rot-Weiß-Coach Jan Marvin Dell. Chancen dazu hatte sein Team dazu jedenfalls genug.

Hochstadts grünes Handicap

Es lief bereits die zweite Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Rémi Jahnel nach Vorlage von Lucas Kohl doch noch für einen 2:0-Halbzeitvorsprung sorgte. Nach der Pause wurden die Gäste stärker als zuvor, agierten aber im Angriff zu einfallslos. „Kunstrasenplätze liegen uns überhaupt nicht“, meinte Ehrstein. Eine Entschuldigung für die schwache Vorstellung seines Teams sollte dies aber nicht sein.

Das Tor zum 3:0-Endstand war einer schnellen Reaktion Marcel Kaltenbachs zu verdanken. Als Schiedsrichter Jakob Ziedemann vom ASV Winnweiler nach einem Foul auf direkten Freistoß für Seebach entschieden hatte, führte Kaltenbach diesen aus, als die Gäste noch gar nicht damit rechneten (65.). Das Rückspiel findet am Mittwoch, 19.15 Uhr, in Hochstadt und damit auf Naturrasen statt. Wenn der VfB dieses unabhängig von der Höhe gewinnen sollte, wird am kommenden Wochenende beim FV 1921 Haßloch ein Entscheidungsspiel angesetzt – auf einem Naturrasenplatz.

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