Rheinpfalz-SommertourenRegionalen Besonderheiten auf der Spur
Der jüdische Friedhof in Wachenheim besteht schon seit dem 16. Jahrhundert.
Wir leben in einer ganz besonderen Gegend. Die diesjährigen Sommertouren der Lokalredaktion werden es beweisen. Wir erforschen regionale Schätze, kulturelles Erbe und kulinarische Spezialitäten. Und einmal wird’s sogar tierisch.
Besondere Geschichte
Es gibt ihn seit dem 16. Jahrhundert, und er weist gleich mehrere Besonderheiten auf: der jüdische Friedhof in Wachenheim. Georg Dumont vom Förderverein zur Erhaltung des kulturellen Erbes der ehemaligen jüdischen Gemeinden in Wachenheim und Bad Dürkheim wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der ersten Sommertour am Dienstag diese Besonderheiten zeigen. Etwa den ältesten Grabstein aus dem 18. Jahrhundert und die Trauerhalle aus dem Jahr 1895. Ihre Fachwerk-Bauweise stellt eine Besonderheit dar. Durch die Holzbauweise ist die Halle aber auch anfällig und weist viele Feuchtigkeitsschäden auf. Der Förderverein setzt sich dafür ein, sie zu erhalten. Dumont wird auch auf die Geschichte der Juden in Wachenheim eingehen.
Besondere Bauwerke
Der Flaggenturm ist eines der Wahrzeichen Bad Dürkheims, um die sich der Drachenfels-Club kümmert.
Ein besonderes Jubiläum feiert der Bad Dürkheimer Drachenfels-Club in diesem Jahr: Er wird 150 Jahre alt. Der Verein kümmert sich um zahlreiche große und kleine Denkmäler der Stadt. Bei unserer Sommertour in der zweiten Ferienwoche werden wir gemeinsam mit dem Verein auch weniger bekannte Denkmäler zwischen Bad Dürkheim und Wachenheim erkunden – darunter das älteste Wetterkreuz der Pfalz.
Wie geht es dem Wald?
Mit einem Förster streifen wir durch den Wald.
In der dritten Ferienwoche begleiten wir Förster Joachim Weirich bei einer Tour durch den sommerlichen Wald. Dabei wird es auch die Frage gehen, wie die Bäume Hitze und Trockenheit verkraften – und was der Forst tun kann, um den Wald fit für die Auswirkungen des Klimawandels zu machen.
Auf zum Storch
Im Bruch sind fünf Jungstörche aufgewachsen.
In den vergangenen Monaten hat es überall geklappert in der Pfalz: Regelrecht mitgefiebert haben beispielsweise die Freinsheimer mit ihrem Storchenpaar und dem Nachwuchs. Das Drama im Nest auf der Kirche konnten Interessierte live im Internet verfolgen. Bei einer Tour in die Südpfalz zum Bornheimer Storchenzentrum (Achtung: eigene Anreise) können Storchenfreunde und solche, die es werden wollen, in der vierten Ferienwoche ihr Wissen vertiefen und unter anderem erfahren, wie verletzte Störche dort versorgt werden.
Hoheitliche Weinprobe
Auch eine besondere Weinprobe steht auf dem Programm.
Seit Oktober hat Bad Dürkheim wieder eine Pfälzische Weinkönigin: Lea Baßler. Ebenfalls in der vierten Ferienwoche lädt die RHEINPFALZ zu einer Weinprobe mit der Weinhoheit ein.
Besondere Stücke
Auf ins Museum heißt es in der fünften Ferienwoche – genauer gesagt auf ins Stadtmuseum. Die Aufgaben eines Museums sind Sammeln, Bewahren und Erforschen. Wie aber wird das Sammeln im Museum Bad Dürkheim organisiert? Motto der Tour ist: „Wie funktioniert ein Museum? – nicht nur haben, sondern auch wiederfinden“.
Unser täglich Brot
Bei unserer Abschluss-Tour wird es kulinarisch. In der letzten Ferienwoche geht es zum Brotbacken nach Freinsheim. „Brotgeschichten“ will Bäckerin Verena Rappaport erzählen. Dabei soll es auch um den Sauerteig gehen. Nach einer Tour durch die eigene Bäckerei geht es weiter ans Backhaus.
Zur Sache: Anmeldung zur ersten Sommertour
Die Anmeldung für die RHEINPFALZ-Sommertour zum jüdischen Friedhof in Wachenheim am Dienstagnachmittag, 25. Juli, per E-Mail an sommertour_duw@rheinpfalz.de. Oder man wirft eine Postkarte in den Briefkasten der Lokalredaktion in der Mannheimer Straße 10. Wir berücksichtigen Anmeldungen nur, wenn eine Rufnummer angegeben ist!Anmeldeschluss ist am Montag, 24. Juli, 10 Uhr. Wir losen bis zu 20 Teilnehmer aus. Wir bitten um Verständnis, dass wir nur die Teilnehmer selbst informieren können.Männliche Teilnehmer bitte wir, eine Kopfbedeckung mitzunehmen.Die Teilnahme ist kostenfrei, wer möchte, kann dem Förderverein zur Erhaltung des kulturellen Erbes der ehemaligen jüdischen Gemeinden eine Spende dalassen.Die übrigen Touren kündigen wir noch einmal separat an. Dann geben wir auch die Termine bekannt. Die Teilnahme erfolgt stets auf eigenes Risiko.