Bad Dürkheim Radwege: Defizite beheben
Bad Dürkheim. Vor einem Jahr hat die Kreisverwaltung das Planungsbüro VIA aus Köln mit der Erstellung eines kreisweiten Radverkehrskonzeptes beauftragt. Inzwischen wurde ein Analysenetz erstellt, das insgesamt 221 Kilometer umfasst. Dieses wurde im Sommer befahren, um die Radinfrastruktur und den Zustand der Wege zu erfassen. Dabei geht es auch um Defizite.
Laut des derzeit vorliegenden Sachstandsberichts sind Radfahrer am meisten auf Mischverkehrsflächen unterwegs, das heißt, sie teilen sich die Strecken (rund 100 Kilometer/ 45 Prozent) mit dem Autoverkehr. Danach kommt der Wirtschaftsweg mit einem Anteil am Netz von rund 64 Kilometer (29 Prozent), gefolgt von straßenbegleitenden Radwegen mit 44,2 Kilometern (20 Prozent). Schutzstreifen für Radfahrer gibt es nur auf rund 200 Metern.
Auf rund 104 Kilometern wurde auch die Breite der Wege untersucht, die den Radfahrern zur Verfügung stehen. Bei 60 Prozent werden Breitenvorgaben erfüllt, bei rund 40 Prozent wird das Regel- oder Mindestmaß von zwei Metern allerdings unterschritten. Außerdem wurden 242 Knotenpunkte sowie 43 Barrieren im Netzverlauf erfasst. Vorfahrtgeregelte Knotenpunkte kommen dabei am häufigsten vor.
Ende dieser Woche soll es nach Angaben der Kreisverwaltung ein Online-Meeting mit Verwaltungen, dem ADFC und der Landwirtschaftskammer geben, um diese Analyse zu besprechen. Bereits im Sommer wurden online die Bürger beteiligt. Anschließend soll mit der Maßnahmenplanung begonnen werden.
Laut Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) soll das Radverkehrskonzept für den Landkreis Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres in seiner Endfassung dem Kreisausschuss vorgestellt werden.
