Wachenheim Pickleball auf dem „roten Platz“?
Der „rote Platz“ weist Schäden auf, ein Austausch der Oberfläche ist aus Sicht der Wachenheimer Verwaltung die sinnvollste Möglichkeit, die Fläche zu sanieren. Der alte Belag soll dabei so weit wie möglich erhalten bleiben. Das habe den Vorteil, dass so die Dämpfung erhalten bleibe.
Der Wachenheimer Stadtrat entschied sich in seiner Sitzung in der vergangenen Woche für ein Gussverfahren, um den Platz zu sanieren. Dieses ist mit 48.000 Euro zwar deutlich teurer als ein Verfahren für 34.000 Euro, bei dem Gummigranulat und Polyurethan lediglich aufgespritzt wird. Die teurere Lösung wurde von allen Ratsmitgliedern als bessere Möglichkeit vorgezogen. „Aber wenn sie viel mehr kostet, muss sie auch länger halten“, sagte Nils Rosenberger (Grüne). Dabei hofft die Stadt auf bis zu 50 Prozent Förderung aus dem Programm des Landes Rheinland-Pfalz namens „Land in Bewegung“.
Zusätzlich könnte künftig Pickleball auf dem Platz angeboten werden. Pickleball ist eine Trend-Sportart, die auch von den ehemaligen Tennisprofis Steffi Graf und Andre Agassi populär gemacht wurde. Der Sport, der Tennis oder Badminton ähnelt, gilt als einfach erlernbar und soll auch für Ältere geeignet sein.
Isabelle Euler (SPD) fragte, ob über eine Vorgabe nachgedacht werde, wie die verschiedenen Bedürfnisse auf dem Platz geregelt werden können, um Fußball-, Basketball-und Pickleball-Spielern gerecht zu werden. Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) appellierte an gegenseitige Rücksichtnahme auf dem Platz. Auch auf dem benachbarten Pumptrack-Kurs für Radler und Skater gebe es verschiedene Nutzergruppen vom Profi bis zum Kleinkind.
Irritationen gab es im Stadtrat über die zusätzlichen Kosten von 5000 Euro für die Linierung eines Pickleball-Feldes. Dabei handele es sich um die Kosten für ein komplettes Feld mit Zubehör, stellt Bechtel im Nachhinein auf Nachfrage klar.