Bad Dürkheim Passionierter Camper hat den Campingplatz im Blick

Ein Ziel ist die barrierefreie Wein- und Ferienregion Wachenheim: Stefan Thomas möchte Menschen mit möglichst wenig Hürden vom B
Ein Ziel ist die barrierefreie Wein- und Ferienregion Wachenheim: Stefan Thomas möchte Menschen mit möglichst wenig Hürden vom Bahnhof zum Restaurant oder zur Unterkunft bringen.

«WACHENHEIM.» Modern, barrierefrei, nachhaltig – so sollen Touristen die Wein- und Ferienregion Wachenheim wahrnehmen. Das hat sich Stefan Thomas auf die Fahnen geschrieben, als er zum Jahresbeginn die Leitung der Wachenheimer Tourist-Information übernommen hat. Der gebürtige Zweibrücker, der in seiner Freizeit gerne Figuren schnitzt, hat viel vor.

„Ich stehe vor einer reizvollen Aufgabe. Ich kenne Wachenheim und die Pfalz als Wandergebiet und Weineinkaufsgebiet“, erklärt Thomas. Als erstes möchte er das Erscheinungsbild der Wein- und Ferienregion mit der Integration der Ortsgemeinden Ellerstadt, Friedelsheim und Gönnheim aktualisieren, moderner gestalten und in den Print-Medien sowie im Internet auf neue Füße stellen. Im Verbund mit den anderen Tourist-Informationen, der Pfalz-Touristik und der Deutschen Weinstraße, soll das wichtige Thema der „Barrierefreiheit“ angepackt werden. Neben dem Ausbau barrierefreier Rad- und Wanderwege soll auch der Zugang zu Sehenswürdigkeiten optimiert werden. „Wir planen, die Servicekette von der Information vor der Reise bis zur Abreise für den Gast barrierefrei zu gestalten“ erläutert der Tourismusexperte. Dazu gehöre, dass ein Besucher vom Wachenheimer Bahnhof, der in puncto Barrierefreiheit vorbildlich sei, ohne Probleme beispielsweise das Tourismus-Büro, Gastronomiebetriebe oder die Unterkunft erreichen kann. Als weiteres Ziel wolle man sich als „Nachhaltige Reisedestination“ zertifizieren lassen, so Thomas weiter. Dabei wird bewertet, wer sich in seiner Gemeinde dem Umwelt- und Klimaschutz verschrieben habe. Dazu gehörten unter anderem das Einsparen und Verwenden von zertifiziertem Papier, eine positive Klimabilanz, die Präsenz eines Klimaschutzmanagers, der Ausbau des Personennahverkehrs oder der Elektromobilität. „Es wäre wünschenswert, wenn wir unseren Gästen E-Bikes oder Elektroautos zur Verfügung stellen würden“, schaut der 58-Jährige in die Zukunft. Zertifizierte Weingüter wie Demeter-, Bioland- oder Ecovin-Betriebe würden die Attraktivität Wachenheims zusätzlich fördern, bestätigt Stefan Thomas. Der in Zweibrücken geborene und im saarländischen Homburg aufgewachsene Akademiker, der seinen Lieblingsplatz in Wachenheim auf der Wachtenburg gefunden hat, studierte nach dem Abitur in Mannheim Geografie, politische Wissenschaft und öffentliches Recht. Er spezialisierte sich anschließend im Bereich Marketing und Werbung und arbeitete zunächst in Offenburg im Lebensmittelhandel. Dann zog es ihn für zehn Jahre zurück ins Saarland, wo er am Aufbau des Tourismus im Saarpfalz-Kreis beteiligt war. Von dort wechselte er für 13 Jahre in Sachen Tourismus in den Landkreis Neunkirchen. Bevor es ihn nach Wachenheim gezogen hat, war er Kurdirektor in Bad Säckingen und Leiter der Tourist-Information in Pirmasens. Über eine Stellenausschreibung im Tourismusnetzwerk hat Thomas den neuen Job in Wachenheim bekommen. Er löste Anne Euler ab, die nach 30 Jahren Tourismusarbeit in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Um den Wachenheimer Campingplatz will sich der passionierte Camper bei Gelegenheit auch kümmern. Er ist selbst gern mit Ehefrau Susanne (53) im Reisemobil in der gesamten Republik oder auch mal nach Südtirol unterwegs. Thomas schwebt auf dem Platz unter anderem eine vernünftige und flächendeckende WLan-Versorgung vor. Ob der aktive Mountainbiker, der bis zum Studium Handball gespielt hat und gern ausgedehnte Wanderungen im Pfälzerwald unternimmt, seinen Wohnsitz in Homburg gegen ein Häuschen in Wachenheim tauscht, steht noch nicht fest. In seiner Freizeit schnitzt Stefan Thomas, der in den Mittagspausen die kulinarischen Angebote der Wachenheimer Gastronomie zu schätzen weiß, Holzfiguren für Kinder und spielt Altsaxophon. Sohn Felix (26) steht in Kaiserslautern kurz vor dem Abschluss seines Studiums zum Raum- und Umweltplaner.

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