Friedelsheim RHEINPFALZ Plus Artikel Nistplatz am Burgweiher: Weißstorch findet Partnerin

Auch in Friedelsheim hat sich ein Storchenpaar gefunden.
Auch in Friedelsheim hat sich ein Storchenpaar gefunden.

Voriges Jahr fand sein Nestbau noch keinen Anklang. Aber das änderte sich mit diesem Frühling: Der Friedelsheimer Storch hat eine Partnerin gefunden.

Weißstörche sind bekannt für Standorttreue, verbunden mit bestem Ortsgedächtnis. Wenn sie an einem Nistplatz noch keinen Partner fanden, bedeutet das nicht, dass sie ihn schnell wieder aufgeben. In Friedelsheim hat der Storch jedenfalls dieses Jahr wieder die gleiche Stelle aufgesucht und sich dort weiterhin mit dem Nestbau beschäftigt.

Eine Reihe großer Pappeln säumt das östliche Ufer des Burgweihers im historischen Ortskern. Ein Baum ist aus Sicherheitsgründen gekappt worden. Auf dem abgesägten Stamm fing der Storch im Vorjahr an, einen Horst zu bauen. Häufig signalisierte er mit Geklapper, dass hier ein guter Brutplatz zu haben sei. Sein Nistangebot wurde damals jedoch nicht erhört. Er musste sich sogar gegen konkurrierende Interessenten behaupten, die sich auch mal im Horst niederließen.

Christian Reis, Leiter der Storchenscheune Bornheim, beringte das Tier vor vier Jahren im Auftrag der Vogelwarte Radolfzell. Geschlüpft war es in einem Freimersheimer Horst. Immer wieder zeigt sich, wie aufschlussreich die Kombination aus Buchstaben und Zahlen auf den Ringen ist, wenn es gilt, Tiere zu identifizieren.

Mitte März traf sie ein

Nun hat der Storch in Friedelsheim endlich eine Partnerin an seiner Seite: Sie fand sich Mitte März am Burgweiher ein und war offensichtlich vom Nistplatz und dem dort wartenden Erbauer überzeugt. Geschlüpft im südpfälzischen Rohrbach, wurde auch sie vor vier Jahren von Christian Reis beringt.

Zwar ziehen weiterhin noch andere Störche über den Burgweiher und halten Ausschau nach der Nistmöglichkeit, aber der Experte ist sich sicher, dass die beiden jetzt dauerhaft hier bleiben. „Er hat es angezettelt und nun bauen sie immer mal wieder weiter am Horst“, erklärt Reis. „In den nächsten Tagen wird sie sicher Eier legen.“

Bedeutend weiter im Brutgeschehen ist das Weißstorchpaar im Dürkheimer Bruch, das in diesem Frühling zum siebten Mal am Seegraben brütet. „Die beiden sind ein eingespieltes Team und mit dem Brutgeschäft am frühesten dran von allen Störchen im Dürkheimer Bereich“, so Christian Reis. Während er bei ihnen sogar schon mit dem Schlüpfen der Jungen rechnet, wird das bei den Friedelsheimern noch einige Wochen dauern.

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