Bad Dürkheim Neun Gegner, acht Tore, nur ein Punkt

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Bad Dürkheim (mkö). Mit einem tollen 4:4 (1:2) teilten sich Rot-Weiss Seebach und SV Ruchheim im Rückrundenspiel der Bezirksliga Vorderpfalz die Punkte. In der ersten Halbzeit gab es technisch guten Fußball zweier auf Augenhöhe spielender Mannschaften. In der zweiten Hälfte litt die Begegnung unter der von außen von Seiten der Gäste ins Spiel gebrachten Unruhe.

Stürmer Pascal Beyer musste schon nach fünf Minuten verletzt vom Platz. Das frühe Führungstor der Gäste ging auf die Kappe von Simon Fabian. Erst vergab er den Ball an der eigenen Strafraumgrenze, gleich darauf zog er die Notbremse. Den Freistoß verwandelte Jan Gutermann direkt zum 0:1. Einen schnellen Seebacher Vorstoß über die rechte Seite schloss Dominik Euler mit dem 1:1 ab. Minuten später setzte sich ein Seebacher wieder auf rechts sehr schön durch, Euler verlängerte auf den eingewechselten Patrick Bauer, doch dessen sachter Schuss war für Ruchheims Schlussmann Niklas Recknagel kein allzu großes Problem. Auch Sven Borgwardt fand nach seinem Alleingang in ihm seinen Meister, genauso wie kurz zuvor Sergen Gülay nach einem Konter. Kurz vor der Halbzeit bekam Seebach den Ball im eigenen Strafraum mehrfach nicht geklärt – und die Gäste gingen mit 2:1 in die Pause. Die Seebacher kamen mit frischem Schwung zurück – und drehten das Blatt innerhalb von drei Minuten auf 3:2. Zum Ausgleich setzte sich Euler auf der rechten Seite durch, das 3:2 war schön herausgespielt, Sven Borgwardt war beide Male Vollstrecker. Der Vorsprung hielt nur eine Minute, dann prallte Gutermanns Gewaltschuss über den Innenpfosten zum 3:3 ins Seebacher Tor. Janosch Diemer, zuvor Schütze zum 1:2, war bereits mit Gelb belastet, als er ein weiteres Foul beging – er musste mit Gelb-Rot vom Platz. Keine zehn Minuten später erwischte das gleiche Schicksal Torhüter Recknagel, nur dieses Mal war es Rot. Nach einem Seebacher Konter hatte er die Notbremse gegen Euler gezogen, doch den Freistoß verzog Simon Fabian. Jetzt waren’s nur noch neun Gäste auf dem Platz, deren Anhänger den jungen Schiedsrichter zum Teil mit heftigen Beschimpfungen bedachten. Das Spiel war nun ständig unterbrochen, mehr Kapital aus der zweifachen Überzahl als das 4:3 durch Euler konnten die Seebacher allerdings nicht ziehen. Und das war wieder genug: Gutermanns Sonntagsschuss, ein Freistoß aus dem Halbfeld, saß zum 4:4. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Für die Zuschauer war’s bestimmt ein Spektakel, ich brauche so was nicht unbedingt“, meinte RWS-Trainer Roland Beck. So spielten sie: RWS: Seidenspinner – Werner, Mohr, Fabian, Pfirrmann – Gülay, Keßler (79. Schwindinger), Borgwardt (79. Florentin von Haugwitz), Coban, – Euler, Beyer (5. Bauer) _ Tore: 0:1 Gutermann (8.), 1:1 Euler (17.), 1:2 Diemer (42.), 2:2, 3:2 Borgwardt (46., 48.), 3:3 Gutermann (49.), 4:3 Euler (71.), 4:4 Gutermann (80.) – Beste Spieler: Euler, Mohr, Werner – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Luca Weis (Pirmasens)

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