Wachenheim Neues Nest für Waldameisen

Der alte Wagen bleibt als Lager stehen.
Der alte Wagen bleibt als Lager stehen.

Der Wachenheimer Waldkindergarten wünscht sich einen neuen Bauwagen. Der alte soll künftig als Lager dienen – ein neuer für die Pausen der Kinder zur Verfügung stehen. Weil spezialisierte Anbieter sehr hohe Preise verlangen, hatte sich der Wachenheimer Beigeordnete eine günstigere Alternative ausgedacht – fand dafür aber nicht nur Zustimmung.

Über 51.000 Euro will ein Anbieter, der speziell für Waldkindergartengruppen Fahrzeuge verkauft, für den neuen Bauwagen. „Wir hatten 35.000 Euro im Haushalt für den Bauwagen eingestellt“, sagte der Erste Beigeordnete Manfred Bühler (FDP) im Stadtrat. Er habe über Kontakte einen anderen Anbieter gefunden, der einen klassischen Bauwagen für die Nutzung im Wald und für Kinder aufrüsten könne. Alles inklusive komme man dann auf einen Betrag von knapp 25.000 Euro. Nach Auffassung der Verwaltung und der Einrichtung, reicht der günstige Wagen für die Bedürfnisse des Waldkindergartens aus. FI-Schalter, Fingerklemmschutz und Kindergartentreppen seien berücksichtigt worden, zählt Bühler einige der Erfordernisse auf. Außerdem seien zwei zusätzliche Fenster und ein PVC-Boden eingeplant. „Ich denke, dass ich in den drei Wochen mein Geld verdient habe“, sagte Bühler angesichts der Ersparnis.

Zweifel an der Qualität an dem selbst zusammengestellten Bauwagen hatte Arnold Nagel (FWG). Ihn mache der günstige Preis stutzig. Er wollte genau wissen, aus welchen Materialien der Unterbau bestehe. Es handele sich um verzinktes Profilblech auf einer Holzrahmenkonstruktion, Hartschaumisolierung und melaminharzbeschichtete Platten, informierte Bühler. „Die Erzieher sind umweltbewusst. Wenn die zufrieden sind, dann geht es in Ordnung“, entgegnete Johannes Wolf (CDU) den Bedenken von Nagel. Modernes Melamin, sagte er auf einen Einwand von Hans-Jürgen Häfner (SPD), sei auch für den Innenraumeinsatz geeignet. Die Kita habe sich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt. „Wir sollten mit der Bestellung nicht warten, sonst sitzen die im Winter im Kalten“, sagte Petra Herriger (Grüne). Bei zwei Enthaltungen setzte sich diese Ansicht durch.

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