Handball
Nächste schwere Aufgabe für HSG Eckbachtal
Nach dem durchaus verdienten Erfolg gegen die Illtaller Zebras, die in der Tabelle deutlich oberhalb der Eckbachtaler Gekkos zu finden waren, treten die Gekkos nun im Pfalz-Derby am Sonntag, 18 Uhr, Queichtalhalle Offenbach bei der TV Offenbach an. Die Aufgabe für die Eckbachtaler ist keinesfalls leichter.
Offenbach siegte vor Wochenfrist im Nachbarschaftsduell gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam mit 27:17 deutlich und kletterte in der Tabelle gar auf Rang drei. Ohne ihren Trainer Thorsten Koch, der lange vor der Saison seinen Urlaub in den Herbstferien plante, müssen sich die Gekkos also nach dem Erfolg gegen einen Favoriten nun in der Fremde abermals gegen eine Mannschaft aus den oberen Tabellenregionen messen.
Zwei Kellerduelle
Als Familienvater einer schulpflichtigen Tochter ist Koch an die Ferienzeit gebunden, seinen Urlaub spricht er so mit seinem Co Mohamed Subab meist zu Jahresbeginn ab. Eine Veränderung des Tabellenbildes im Keller der Liga kündigt sich vor dem Spieltag an, der Spielplan möchte es so. Zählt man zu den vier Mannschaften am Ende der Tabelle, die alle über 2:10 Punkte verfügen, noch die SG Zweibrücken mit 4:8 Punkten hinzu, treffen diese alle gegeneinander an und so könnten diese sich gegenseitig verdrängen und die Plätze tauschen.
Doch ausgerechnet die Eckbachtaler Gekkos, die ebenfalls zu diesem Quintett gehören, fallen hier aus der Rolle und müssen beim Ligadritten TV Offenbach antreten. Mit Sicherheit das schwerste Programm aller Teams die um den Klassenerhalt kämpfen. Doch dass die Gastgeber der Gekkos nicht unverletzbar sind, bewies der dann kommende Gegner der HSG Eckbachtal, die mHSG Friesenheim/Hochdorf III (ebenfalls 2:10 Punkte), welche vor heimischer Kulisse gegen den TV Offenbach 25:25 spielte.
Konzept bleibt
Genau hier möchte Co-Trainer Mohamed Subab, den alle nur „Moped“ nennen, ansetzen. Am Konzept von Cheftrainer Koch, wird er keine Veränderungen vornehmen, weshalb auch: arbeiten sie doch sonst eng zusammen die Vorgehensweisen aus. Geplant ist zudem mit einem nahezu unveränderten Kader wie beim Erfolg vor Wochenfrist die Fahrt anzutreten.
Vorgenommen hat man sich auf Seiten der Gekkos, das schnelle Tempo, welches die Offenbacher gerne gehen und hierdurch nicht selten zu leichten Toren aus der ersten oder zweiten Welle gelangen, zu unterbinden. „Wenn ihnen diese acht oder neun Tore fehlen, dann sind sie durchaus machbar, klar haben wir Respekt vor ihnen und wissen, dass es schwer wird doch wir sehen uns nicht gänzlich chancenlos“, so Subab.
Gute Erinnerungen
Bei allem Respekt vor dem Können der Gastgeber freut sich Subab vor allem darauf, dass die Halle gut gefüllt sein wird, es ist ein Derby und Subab erinnert sich nur zu gern an die hitzigen Gefechte mit lautstarken Fans aus beiden Fanlagern aus seiner Zeit, als er noch als Spieler dort auftrat. Subab fährt optimistisch in die Südpfalz, wenn ihm auch unter der Woche seine eigenen Torhüter aufgrund beruflicher Verpflichtungen fehlten.
So setzt er darauf, dass sie sich dann am Wochenende mit ihrem Gegenüber Florian Pfaffmann durchaus messen lassen können. Pfaffmann zählt zu den besten Torhütern der Liga und zeigte vor Wochenfrist im Spiel gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam nicht weniger als 19 Paraden und trug so maßgeblich zum Erfolg bei.
Uninteressante Personalie
Doch Subab weiß auch um die Stärke seiner eigenen Torhüter, „Wir schauen in der Vorbereitung auch nicht darauf, wer steht beim Gegner im Tor, sondern konzentrieren uns auf uns.“ Er erwartet vielmehr von seinen eigenen Vorderleuten, dass sie selbstbewusst und voller Energie auf das Tor werfen und somit den Torhüter vor Probleme stellen und nicht umgekehrt.
Vom Rest der Mannschaft erwartet er, dass sie effektiv und mit einer gesunden Aggressivität an die Aufgabe geht. Zurück zum Tabellenbild: Klar schielen auch die Verantwortlichen bei den Gekkos auf diese, doch das Hauptaugenmerk gilt momentan anderen Themen. So soll die Mannschaft sich von Spiel zu Spiel weiterentwickeln, stetig kleinere Schritte nach vorne machen und dann zum Jahreswechsel schaut man auch mal wieder auf das Tabellenbild, um dann zu erkennen, wohin die Reise gehen wird.
„Wir konzentrieren uns wirklich nur auf uns, versuchen die planbaren Zähler einzufahren, wenn dann noch ein paar Überraschungspunkte hinzukommen, umso besser. Aktuell liegen wir voll im Soll.“ So die abschließenden Worte des Co-Trainers, der für eine Woche die volle Verantwortung übernimmt.