Bad Dürkheim Mit der Excel-Tabelle ins Möbelhaus

Sie sind drin! Familie Pillers Traum vom Eigenheim hat sich erfüllt. Zu viert leben sie nun schon seit Ende August in der Schwetzinger Straße in Wachenheim. Und eigentlich, sagen sie, war alles ganz einfach.
Nein, von Bau-Pleiten und Umzug-Verzweiflung haben die Pillers nicht viel zu berichten. In ihrem neuen, sehr geräumigen Wohnzimmer machen sie den Eindruck, den der Besucher auch vom ganzen Haus gewinnen kann: Aufgeräumt und entspannt. Haben sie denn wenigstens noch unausgepackte Kisten? „Ja, vier“, sagt Silke Göppke-Piller. „Eher zwei“, findet ihr Mann. Dieses „Restchaos“ bleibt dem Besucher freilich verborgen und steht im Keller. Achim Piller ist vor allem sehr stolz darauf, dass bereits zwei Monate nach Einzug alle Lampen hängen. Kann er auch sein, und nicht nur darauf. In Eigenleistung haben die Pillers den Keller gefliest. Sich den ein oder anderen Abend und viele Wochenende damit herumgeschlagen. Angenehmer Nebeneffekt: „Wir waren gleich heimisch, weil wir schon x-mal wegen des Kellers da waren“, sagt Mutter Silke. „Gefremdelt“ hat sie also nicht. In Pillers neuem Wohnzimmer fällt vor allem das Licht auf. Große Fenster an der Südseite sind es, wie geplant. Das sorgt für Wärme und Licht. Den Kamin hatten sie zwar schon ein paar Mal an, aber nur wegen der Atmosphäre. Ein Passivhaus ist das Haus der Pillers nicht, aber ein Niedrigenergiehaus. „Wir wollten nicht in einer Plastiktüte leben“, sagt Achim Piller. Der sich wie seine Frau von Anfang an wohl im Haus gefühlt hat. Größter Unterschied aus seiner Sicht: die viel größere Küche. Sohn Neo, der beim ersten RHEINPFALZ-Besuch noch als Baby auf dem Arm seiner Mutter schlummerte, ist inzwischen ein Jahr alt, erkundet an der Hand seiner Eltern die Umgebung und hat es bei der Raumwahl richtig gut getroffen. Sein Zimmer hat einen Panoramablick auf das Wachenheimer Stadion. Wenn sein Bruder Cedric (9) wie heute Training hat, kann er ihn beobachten. Sonst sorgt das Maus-Bild an der Wand für einen angenehmen Blick. Silke hat es selbst gemacht. Mithilfe eines Beamers hat sie die Konturen gezeichnet und dann alles ausgemalt. Der Familie gefällt’s: Sohn Cedric hat bereits Interesse an einer E-Gitarre an seiner eigenen Zimmerwand angemeldet. Silke hat es versprochen, aber „erst in den Weihnachtsferien“. Die Lehrerin braucht nach dem Umzug auch mal ein bisschen Luft. In die Familiengeschichte wird wohl vor allem der Ikea-Besuch eingehen. Mit einer Excel-Tabelle sind die Pillers es strategisch angegangen. Mit sieben Einkaufswagen standen sie schließlich an der Kasse. „Fünf Stunden Einkauf, das macht man ja selten, war aber ein echtes Highlight. Die Frau an der Kasse war cool, die hat gesagt: ,Wenn wir fertig sind, sind wir fertig’“, sagt Silke und lacht. Was steht jetzt noch an? Der Außenbereich. Wo heute noch Erde und Schutt liegt, sollen die Kinder im nächsten Jahr auf Rasen spielen können. Auch ein Sichtschutz ist geplant. Der Wunsch der Kinder, ein ebenerdiges Trampolin im Garten, konnten diese allerdings nicht durchsetzen. „Das hätte sogar meiner 18-Jährigen Tochter gefallen“, sagt Piller über diese Idee. Seine Kinder aus erster Ehe kommen regelmäßig nach Wachenheim und haben nun auch mehr Platz. Das Wii-Zimmer, also ein kleiner abgetrennter Wohnzimmerbereich für Freunde der Spielkonsole, konnte aber wie geplant durchgesetzt werden. Platz genug haben sie ja nun. (jpl)