Bad Dürkheim
Minister übergibt letzte Zuwendung für Museumsumbau
ehr beeindruckend“, sagte der Minister am Montag, nachdem ihn Museumsleiterin Britta Hallmann-Preuß etwa eine Stunde lang durchs Museum geführt hatte. So eine Neugestaltung könne nur funktionieren, wenn Engagement vor Ort vorhanden sei, lobte Wolf.
Das Land hatte das Museum mit dem höchstmögliche Satz von 50 Prozent gefördert. Für Hallmann-Preuß ist dies auch eine Anerkennung für das Haus und dessen Neugestaltung. Förderung gab’s fürs städtische Museum aber auch aus dem Nachlass der Familie Hundt, vom Lions-Club Bad Dürkheim, von beiden Kiwanis-Clubs, vom Förderverein Gradierbau, von der Museumsgesellschaft „Römisches Weingut“ in Ungstein, der Aktion Limburg, der Valentin-Ostertag-Stiftung und vom Heimatverein Hardenburg – in Summe 145.000 Euro.
Dass das Haus erst erweitert und dann neugestaltet wurde, geht vor allem auf die ehemalige Kulturdezernentin Heidi Langensiepen (FDP) zurück. Sie hatte den Ankauf des leerstehenden Nachbargebäudes 2010 angeregt. Dadurch war eine Vergrößerung der Ausstellungsfläche von 480 auf fast 700 Quadratmeter möglich. 2016 war zunächst das Nebengebäude fertiggestellt worden, danach folgten nach und nach die Bereiche des bestehenden Hauses. Eines der wichtigsten Ausstellungsstücke im modernisierten Museum ist die Dürkheimer Winzerfahne, die 1832 beim Hambacher Fest hoch zum Schloss getragen worden war.
Wichtig bei der Umsetzung des Hauses war neben dem barrierefreien Zugang auch die Möglichkeit, digital zu arbeiten. Wie schnell die Digitalisierung in Coronazeiten vorangeschritten ist, zeigte Kulturbüroleiter Christian Handrich dem Minister und verwies auf digitale Museumsrundgänge und unterhaltende Erklärfilme.
Die Fördermittel sind Teil des Programms „Förderung nichtstaatlicher Museen“, welches das Land zusammen mit dem Museumsverband Rheinland-Pfalz umsetzt.