Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Mini-Saline soll Therme-Highlight werden

Die kleine Schwester: Mini-Saline in der Therme.
Die kleine Schwester: Mini-Saline in der Therme.

Einmal tief durchatmen: Welches Dürkheimer Wahrzeichen derzeit in der neuen Therme entsteht, verrät die Wochenkolumne.

Gestunken hat es in den vergangenen Tagen Lesern aus Wachenheim und Bad Dürkheim. Denn es wehte ein besonderer Duft von den Feldern – zwischenzeitlich roch’s sogar ziemlich übel. Die Ursache für die Stinkerei war allerdings recht harmlos: Die Winzer hatten ihre Reben mit Kompost gedüngt.

Eigentlich können sich die Menschen in der Region über schlechte Gerüche nicht gerade beklagen. Beim Weinfest riecht es schon mal nach Saumagen-Brötchen. Beim Winzerpicknick nach verschüttetem Sekt. Für Pfälzer sind das Wohlgerüche.

Besonders gut ist die Luft in der Region aber in unmittelbarer Umgebung der Dürkheimer Saline. Als Freiluftinhalatorium mit ordentlichen Ausmaßen sorgt das Gradierwerk im Idealfall mit seiner salzhaltigen Atmosphäre für die Heilung erkrankter Atemwege. Und daher dürfte es den Dürkheimern und ihren Gäste auch gar nicht stinken, dass es neben der großen Saline (und der deutlich kleineren Saline direkt nebenan am Wasserrad) bald noch ein Gradierwerk in der Kurstadt geben wird.

Noch eine kleine Schwester des Gradierbaus

Das entsteht derzeit in der Dürkheimer Therme. Das kleine Objekt aus Reisigbündeln ist eine ganz kleine Schwester des Gradierbaus, eine Art Mini-Saline. In einem Raum im ersten Stock sollen Besucher eine Atmosphäre wie am Gradierbau genießen können.

Ganz wie an der Saline? Nein, ein paar Unterschiede zwischen dem riesigen Gradierwerk und der kleinen von der Firma „weise + partner“ aus Bad Berka hergestellten Variante gibt es. 333 Meter Gradierbau stehen fünf Meter Mini-Saline gegenüber. Deswegen werden dort auch nur etwa 20 Menschen gleichzeitig die Bronchien freiatmen können.

Wer einfach nur die Salzluft genießen will, der wird mit den Preisen für die große Saline besser bedient sein. Auch wenn der Eintrittspreis für die neue Therme noch nicht feststeht, er dürfte näher am Niveau der Salinen-Jahreskarten (40 Euro für Dürkheimer) als auf Tageskartenniveau (2,50 Euro) liegen.

„Das wird wirklich ein Highlight“, schwärmt indes Stadtwerke-Chef Peter Kistenmacher schon jetzt vom Entspannen im Salinen-Raum. Und es lohne sich, den Blick schweifen zu lassen, während im Hintergrund das kleine Gradierwerk plätschert. Durchs große Fenster sehen Thermebesucher nämlich den Michelsberg – und die große Saline.

Wer da noch stinkig sein sollte, wegen was auch immer: einfach mal tief durchatmen.

x