Bad Dürkheim Mindestlohn und Marktgesetze

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Wird Spargel durch die neue Mindestlohnregelung womöglich generell teurer? Die Branche weiß es noch nicht. Wochenmarkt-Beschicker Gerhard Brech, der sein Stangengemüse nach eigenen Angaben von einem Privathändler daheim in Fußgönheim bezieht, denkt eher ja. Seine Landwirtskollegin Ulla Walter sagt aus Sicht des Erzeugers: „Es wäre zu wünschen. Aber ich glaube nicht daran.“ Nahezu 60 Saisonkräfte stechen im Gönnheimer Spargelhof von Ende März bis Johannis am 24. Juni, dem offiziellen Saisonende für das Edelgemüse, wobei jedes Feld acht Wochen lang gestochen werde. Die meisten seien ohnehin auf dem Lohnniveau, wie Arbeitsministerin Andrea Nahles und die SPD es durchgesetzt haben – mit diversen weiteren Auflagen, wie die Landwirtin sagt. „Manchem der Leute, die zu uns kommen, um Geld zu verdienen, müssen sie klarmachen, dass sie zwischendurch einen Tag freimachen müssen“, so Ulla Walter. Am Ende, davon geht sie aus, wird das eherne Gesetz des Handels greifen: „Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.“ Die großen Häuser im Lebensmitteleinzelhandel hätten ihre klaren Vorstellungen, „und damit müssen wir uns arrangieren. Wir müssen zusehen, dass unsere Preisspannen nicht zu hoch sind“, macht sie deutlich. Anna-Marie Casper vom Pfalzmarkt sieht freilich den Großhandel den gleichen Marktregeln von Angebot und Nachfrage unterworfen wie die Lieferanten. Sie wünschte sich allerdings dessen Unterstützung. „Der Mindestlohn kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten mitmachen.“ Denn auch der Erzeuger müsse auf seine Kosten kommen. (psp)

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