Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Manfred Bühler: „Es hat nicht sollen sein“

Der Wachenheimer Stadtrat. Vorne von links: Walter Disteldorf, Birgit Seitz, Johannes Wolf, Marcus Scholz, Isabelle Euler-Kohlen
Der Wachenheimer Stadtrat. Vorne von links: Walter Disteldorf, Birgit Seitz, Johannes Wolf, Marcus Scholz, Isabelle Euler-Kohlenbach, Felix Korb. Mittlere Reihe: Rüdiger Göbel, Manfred Bühler, Simone Krämer, Andreas Volz, Dorothea Geibel, Jürgen Bohl. Hintere Reihe: Werner Reichert, Jürgen Kley, Patrick Räch, Ben Bechtel, Bürgermeister Torsten Bechtel, Arnold Nagel, Petra Herriger, Andreas Repp. Es fehlt Nils Rosenberger.

Jürgen Bohl (SPD) ist neuer Erster Beigeordneter der Stadt Wachenheim. Jürgen Mock (CDU) ergänzt den Stadtvorstand. Nicht mehr an der Spitze dabei ist Manfred Bühler (FDP).

„Es hat nicht sollen sein“, kommentierte Manfred Bühler am Tag nach der ersten Sitzung des Wachenheimer Stadtrats. Bühler war gerne Beigeordneter und hatte das Amt in den vergangenen Jahren engagiert ausgeführt. Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) bezeichnete ihn als „leidenschaftlichen Lokalpolitiker“, dessen Erfolge, wie die Wiederbelebung des Wochenmarkts, bleiben würden. Mit seiner Arbeit habe er unnachahmliche Beharrlichkeit und sein gutes Verhandlungsgeschick gezeigt. Als Conférencier auf Geburtstagen sei er „ungeschlagen“.

„Stimmt alles“, sagte Bühler am Donnerstag bei der Würdigung. Am Freitag fand er im Gespräch mit der RHEINPFALZ mehr Worte. Es seien strategische Überlegungen der CDU und der SPD gewesen, die sich auf die neue Konstellation geeinigt hätten. Laut Bühler hat die SPD auf den Posten des Ersten Beigeordneten bestanden, er habe nicht in die zweite Reihe treten wollen. Künftig will er sich auf VG-Ebene als Beigeordneter engagieren. Es habe ihm weh getan, nicht erneut Beigeordneter zu werden. Überrascht sei er gewesen, dass ihn Andreas Repp von den Grünen am Donnerstag noch mal als Ersten Beigeordneten ins Spiel bringen wollte. „Ich habe gewusst, dass das nicht zu gewinnen ist“, sagte er. Deshalb stellte er sich nicht mehr zu Wahl. Er habe als Beigeordneter „keine schlechte Performance“ hingelegt. Projekte wie die Sanierung des Trimm-Dich-Pfads hätte er gerne weitergeführt.

„Ziele definiert und erreicht und dennoch verloren“, so fasste Bühler es zusammen, der als Stadtrat den einzigen Sitz für die FDP inne hat. Seine Gänge über den donnerstäglichen Wochenmarkt werde er beibehalten, „und wenn ich den Marktschreier mache“.

„Politische Ämter sind auf Zeit“, kommentierte Marcus Scholz (CDU) die Situation am Donnerstag. Die Konstellation sei anders als vor fünf Jahren. Er dankte Bühler für seine Arbeit.

Die Wahl zum Bürgermeister und sein gutes Ergebnis seien ihm Anerkennung und Verpflichtung zugleich, sagte Bechtel, der zum vierten Mal zum Bürgermeister der Stadt ernannt wurde – von Bühler, der zu diesem Zeitpunkt noch im Amt war.

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