Bad Dürkheim
Mandelblüte: „Es wird jeden Tag mehr“
Herr Eisenbarth, am Sonntag laden Stadt und Winzer erstmals zum Weinwandel im Anschluss an die Weinnächte ein. Werden die Besucher viele blühende Mandelbäume bewundern können?
Mit der Blüte geht es jetzt los, vereinzelt blühen schon die ersten Bäume, zum Beispiel zwischen Bad Dürkheim und Wachenheim. Es wird jeden Tag mehr werden. Aber eine Vollblüte ist am Wochenende noch nicht zu erwarten, dazu sind vor allem die Nächte noch zu kalt.
Wovon hängt es ab, wie früh ein Baum blüht?
Es kommt auf den Standort an und auch ein wenig auf die Beschaffenheit des Bodens. Letztlich geht es um die Temperatur und natürlich auch um die Sorte. Selbst am besten Standort werden Sie aus einem Spätblüher keinen Frühblüher machen können.
Welche Sorten sind denn früh dran? Auf der Mandelterrasse am Michelsberg blüht schon die Dürkheimer Krachmandel.
Ja, sie gehört zu den Frühblühern. Außerhalb der Umzäunung der Terrasse in Richtung Süden blüht auch schon eine Ungsteiner Süßmandel. Auch die Palatina gehört zu den Frühblühern.
Sind die Mandelbäume gut durch den Winter gekommen?
Ich würde sagen: ja. Es war jetzt kein besonders milder Winter, auch wenn es keine knackige Frostperiode gab. Das hat dazu geführt, dass die Vegetation ein wenig zurück ist. Im vergangenen Jahr haben schon Mitte Februar Mandelbäume geblüht. Das war sehr früh. Für die Natur und auch die Bäume ist es besser, wenn es nicht zu früh mit der Vegetationsphase losgeht.
Was darf den Mandeln jetzt auf keinen Fall passieren?
Bei Mandeln gibt es immer das Risiko der Fröste. Nächte um die null Grad verkraften die Bäume noch ganz gut. Aber ab minus fünf Grad drohen Schäden. Blüten würden erfrieren mit allen weiteren Auswirkungen.
Sie haben die Stadt Bad Dürkheim bei der Auswahl der Bäume für die Mandelterrasse am Michelsberg beraten, die 2023 eröffnet wurde. Sind Sie mit der Entwicklung der Bäume dort zufrieden?
Ja, die Bäume stehen gut da. Leider mussten wir im vergangenen Jahr nachpflanzen, durch Vandalismus wurden fünf Bäume zerstört. Die neuen Bäume sind jetzt entsprechend kleiner, dieses Jahr fehlt ihnen in ihrer Entwicklung. Aber Stadtgärtnerei und Bauhof machen einen guten Job und halten die Terrasse und die Bäume gut in Schuss.