Bad Dürkheim Lauf zum Punkt
BAD DÜRKHEIM. Mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien hat Fußball-Bezirksligist Rot-Weiss Seebach den Anschluss ans untere Mittelfeld hergestellt. Die aktuelle Form muss die Mannschaft am morgigen Sonntag (Anpfiff 15.30 Uhr, Meisterwasental) im Heimspiel gegen den SV Südwest Ludwigshafen bestätigen.
Platz zwölf, der auf jeden Fall die Rettung vor dem Abstieg bedeutet, ist nur noch einen Punkt entfernt. An den letzten drei Spieltagen schnitt keine Mannschaft besser ab als Seebach, nur Billigheim-Ingenheim holte ebenfalls sieben Zähler. „Das ist schon ein kleiner Lauf. Trotzdem wäre ich mit einem Punkt nicht unzufrieden“, sagt Rot-Weiss-Interimstrainer Moritz Keßler. Die Fünferkette, ein Schlüssel für die jüngsten Erfolge, sei eine Option. „Es kann aber auch sein, dass wir auf unserem engen Platz nur zu viert verteidigen. Die Breite lässt sich so auch gut abdecken“, ist sich der Coach noch nicht ganz schlüssig, welche taktische Ausrichtung er wählt. Auch wenn Keßler personell keine großen Veränderungen vorgenommen hat und weitgehend mit der „Beck-Elf“ spielt, gibt es doch einen Gewinner. Leon Gutermann hat zuletzt nicht nur gut trainiert, sondern auch in den Spielen überzeugt. Der 21 Jahre alte Verteidiger macht es dem Übungsleiter schwer, ihn aus dem Team zu nehmen. „Leon ist ein Paradebeispiel dafür, dass man als junger Spieler Geduld haben muss. Er hat in der zweiten Garnitur über einen längeren Zeitraum starke Leistungen gebracht und konstant gespielt“, lobt Keßler. Schritt für Schritt habe sich Gutermann entwickelt und jetzt sei die Zeit gekommen, ihn in der Bezirksliga einzusetzen. Andererseits will ihn der Coach nicht verheizen, zumal der leicht angeschlagene Christian Schwindinger wieder dabei ist und auch André Werner eine Alternative für die Position links in der Kette wäre. „Werner kann aber auch offensiv spielen, was uns variabler macht“, erklärt Keßler. Wieder dabei ist auch Bastian Keßler. Der Mittelfeldspieler konnte vor dem Spiel in Deidesheim nicht trainieren und saß zunächst auf der Bank. „Die Überlegung war, ihn auf dem tiefen Boden nach der Pause zu bringen, wenn der Gegner schon etwas müde ist. Dann kann er eher Akzente setzen“, verdeutlicht Bruder Moritz. Die Rechnung ging auf. Gegen Südwest sind spielstarke und leichtfüßige Spielertypen gefragt, weshalb Bastian Keßler in der Startelf steht. Die Ludwigshafener haben nicht nur einen guten Namen, sondern aktuell auch eine starke Mannschaft mit vielen Akteuren, die schon höherklassig gespielt haben. „Wir freuen uns riesig, gegen einen ehemaligen Ober- und Regionalligisten antreten zu können“, betont Keßler. Er glaubt, dass der neu zusammengestellte SV Südwest in der Rückrunde in der Lage ist, Platz zwei ins Visier zu nehmen. „Auch wenn wir in den bisherigen Partien gegen Ludwigshafen gut ausgesehen haben, wird das enorm schwer“, befürchtet der Coach. Südwest spielt sehr offensiv und verfügt über herausragende Einzelspieler. Exemplarisch zu nennen sind Torjäger Ercan Arslan, der schon Regionalliga gespielt hat, der torgefährliche Spielmacher Nauwid Amiri, ein Bruder des Hoffenheimer Bundesligaspielers Nadiem Amiri, und Ex-Profi Cem Islamoglu, der Spielertrainer. Tagestipp Rot-Weiss Seebachs Trainer Moritz Keßler 1:1 RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 2:1. |thl