Wachenheim Landeskirche: Presbyterium gegen Reformpläne – Diskussionsabend am Montag

In der Georgskirche wird über die Zukunft der Kirchengemeinden diskutiert.
In der Georgskirche wird über die Zukunft der Kirchengemeinden diskutiert.

Die Kritik an den Reformplänen der protestantischen Landeskirche, dem sogenannten Prio-Prozess, wird lauter. Jetzt hat sich das Wachenheimer Presbyterium der Initiative „Pro Presbyterium“ angeschlossen. Diese lehnt die von der Landeskirche erarbeiteten Pläne in Teilen ab. Diese seien angesichts sinkender Mitgliederzahlen und geringerer Einnahmen nötig, um die Kirche zukunftsfähig zu machen, erklärt die Landeskirche. „Uns geht es nicht um die gesamte Reform, sondern hauptsächlich um den Status-Entzug der Kirchengemeinden als Körperschaften des öffentlichen Rechts“, erklärt der Wachenheimer Presbyter Herbert Fisch. Diese würden ihre Selbstverwaltungsrechte verlieren. Gebäude würden in den Besitz der Landeskirche übergehen, die Gemeinden vor Ort könnten beispielsweise auch keine Reparaturaufträge mehr vergeben. Presbyterien würden zu sogenannten Ortskirchenräten.

Die Konsequenzen der Reform seien nicht ausreichend durchdacht, kritisiert Fisch. Die Initiative „Pro Presbyterium“ wünscht sich eine erneute Diskussion des Reformpakets und fürchtet, die Landessynode wird dieses Ende November ohne Änderungen „durchwinken“.

Am Montag, 10. November, 19 Uhr, lädt „Pro Presbyterium“ daher zu einem Diskussionsabend in die Wachenheimer Georgskirche ein. Für die Landeskirche wird daran unter anderem der Ludwigshafener Dekan Paul Metzger teilnehmen, der die Reform befürwortet. Er diskutiert unter anderem mit Herbert Fisch und dem Grünstadter Pfarrer Andreas Funke.

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