Bad Dürkheim / Wachenheim / Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Ladesäulen: Pfalzlader statt Stadtwerke

Ladesäulen auf dem Wurstmarktplatz.
Ladesäulen auf dem Wurstmarktplatz.

Weil Netzbetreiber keine Ladesäulen mehr besitzen durften, haben drei Stadtwerke in der Region eine GmbH gegründet. Zu schnell, wie sich jetzt herausstellte.

„Pfalzlader GmbH“: So heißt die neue Gesellschaft, die von den Stadtwerken Bad Dürkheim, Wachenheim und Deidesheim gegründet wurde, um ihre 17 eigenen Ladesäulen weiter betreiben zu können. Alle Partner der in Deidesheim sitzenden Gesellschaft werden mit jeweils einem Drittel an dem Unternehmen beteiligt. Als Geschäftsführer fungiert Alexander Will von den Stadtwerken in Deidesheim.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben durften Netzbetreiber nicht mehr Eigentümer von Ladesäulen sein. Deshalb haben sich die drei Stadtwerke zum Jahresbeginn zu der neuen GmbH zusammengeschlossen.

Künftig geht der Erlös jedes einzelnen Ladevorgangs an die Pfalzlader GmbH, die wiederum ihren Strom bei den jeweiligen Stadtwerken kauft. Die Ladesoftware läuft weiterhin über „Ladenetz.de“. Der Dienstleister hat die Abrechnungssoftware vor einem Jahr von den Pfalzwerken übernommen, die sich auf den Aufbau der eigenen Ladeinfrastruktur kümmern wollten. „Wir haben es mit einer sehr umfangreichen Bürokratie zu tun, die wir regeln müssen“, erläuterte Peter Kistenmacher, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Dürkheim. Noch dazu habe man erst kürzlich erfahren, dass die Frist zur Gründung der GmbH um weitere zwei Jahre verlängert wurde. „Wie es sich herausgestellt hat, hatten wir also gar keinen Zeitdruck“, so Kistenmacher.

Kunden sollen nichts mitbekommen

Die Kunden sollen von den noch zu regelnden Details am besten gar nichts mitbekommen. „Sie tanken sowieso über ihre Karten. Daran ändert sich auch künftig nichts“, versicherte Kistenmacher. Ladenetz.de hat mit allen gängigen E-Mobility-Unternehmen Roamingverträge abgeschlossen. Es müssten zwar bald neue Registriernummern für jede Ladesäule aufgespielt werden, doch dies werde nur wenig Zeit in Anspruch nehmen, gab Kistenmacher einen Einblick in kurzzeitig geltende Sperrungen an den Ladesäulen.

Ziel der GmbH ist nicht nur Betrieb, sondern auch der Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur. Dies müsse laut Kistenmacher aber wirtschaftlich begründet sein. Über einen möglichen Ausbau wollte Kistenmacher noch keine Angaben machen. Darüber müsse der Aufsichtsrat der GmbH erst noch befinden.

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