Bad Dürkheim Kultur als Kaleidoskop
Zur Vorstellung des Kulturprogramms der Stadt Bad Dürkheim hat Kulturdezernentin Heidi Langensiepen (FDP) einen Gegenstand mitgebracht, der das Jahr bestimmen soll: ein Kaleidoskop. Bei jeder Bewegung ergeben sich aus den Halbedelsteinen im Inneren neue Formen. Mit „Schönbildschauer“ hat das Dürkheimer Kulturbüro das Wort Kaleidoskop übersetzt. Die Vielfalt an Farben, Formen und Formaten und damit Stimmungen sei durch das optische Spielzeug symbolisiert, findet das Kulturbüro. So lässt sich das Kulturkaleidoskop auch in mancherlei Richtung auslegen: Stadthistoriker Mathias Nathal hat es sich zur Aufgabe gemacht, in seiner Amtsblatt-Reihe im kommenden Jahr die Dürkheimer Vereine unter die Lupe zu nehmen. 2019 unter der Überschrift: „Vielfalt für Viele“. Den Auftakt macht eine Übersicht über die 180 Vereine in der Stadt, danach wirft Nathal ein Schlaglicht auf den Drachenfels-Club, die Museumsgesellschaft und den Dürkheimer Hockeyclub. Beim Literaturkaleidoskop gibt die Stadtbücherei den Lesern monatlich ein Rätsel auf. Zu gewinnen gibt es das Taschenbuch des Monats. Beim monatlichen Zusammensein zu Kaffee und Buch lädt Dorothee Heitkamp-Giseler, die auch den monatlichen Literaturgesprächskreis leitet, ein. Eine Tasse Kaffee lässt sich in der Stadtbücherei aber jederzeit trinken, betont Langensiepen. Im ersten Obergeschoss liegen Zeitungen aus und eine Kaffeemaschine steht bereit. Gelesen in zwei Sprachen wird bei einem grenzüberschreitenden Projekt mit französischen, belgischen und deutschen Nachwuchsautoren (20. März). Zum Naturerlebnis soll Literatur bei einer Veranstaltung werden, die die Bücherei in Zusammenarbeit mit dem Gemeindepädagogischen Dienst anbietet. Dabei geht es an drei Terminen (ab 11. Mai) für eine Stunde auf einen literarischen Spaziergang. Das Kulturmotto hat Musikschulleiter Frank Metzger zu ein paar Wortspielen inspiriert. So gibt es etwa ein Musikaleidoskopisches Lehrerkonzert (16. Februar) und ein Musicaleidoskopisches Konzert (5. Mai) mit dem Chor Cantamus, der Stücke aus Musicals singen will. Schlicht mit „Winter“ (25. Januar) und „Frühling“ (12. Mai, Muttertag) sind die Konzerte überschrieben, bei denen die Musikschüler ihr Können zeigen. Diejenigen, die es gerne etwas flotter mögen, sind in den Rockbands der Musikschule organisiert. Das Konzert findet am 22. März statt. Klassischer geht es da beim 27. Abschlusskonzert der Orchestertage zu (27. April). Die mittlerweile 17. Klaviernacht ist in diesem Jahr auf den 14. Juni terminiert. Beim musikalischen Programm der Musikschule gibt es erstmals eine „Nachlese“. Lehrerin Anna Auclair nimmt mit dem von ihr organisierten „Europa“-Konzert (9. Februar) noch einmal Bezug auf das Motto des dann vergangenen Jahres 2018. Schüler singen, musizieren und tanzen sich durch Europa. Erste Veranstaltung der Musikschule im kommenden Jahr ist jedoch das Schlarb-Konzert (20. Januar) mit Karel-Kunc-Preisträgern. Die Pfälzische Musikgesellschaft veranstaltet ihr Bruno-Herrmann-Preisträgerkonzert in diesem Jahr in Bad Dürkheim. Am 17. Februar spielen im Dürkheimer Haus Flötistin Silke Becker und Trompeter Dirk Becker. Beide sind auch Karel-Kunc-Preisträger. Beim Duo-Abend mit Annette Volkamer und Friedemann Pardall (31. März) trifft das Dürkheimer Publikum wieder auf ein bekanntes Gesicht: Pardall, der inzwischen als Solocellist der Duisburger Philharmoniker spielt, hatte früher an der Dürkheimer Musikschule unterrichtet. Unvertrautes gibt es am 19. Mai auf die Ohren, wenn das Kammerorchester den Marimbaphonisten Ti-Hsien Lai empfängt. Das Stadtmuseum stellt seinen Museumstag unter das Motto: Die Römer kommen (2. Juni). Ganz wörtlich nimmt die Carl-Orff-Realschule das Motto: Sie zeigen „Neue und magische Bilderwelten“ (ab 4. April, Haus Catoir). Die Schule sei stets „mit großer Begeisterung“ dabei, lobt Langensiepen.