Bad Dürkheim
Kreistag-Wahl: Zwei Orte sind blau gefärbt
Bei der Analyse der Personenstimmen für den Kreistag fällt auf, dass AfD-Mitglieder alle über 31.000 Stimmen geholt haben. Das liegt vor allem daran, dass die AfD-Bewerber alle jeweils drei Listenplätze für sich in Anspruch nahmen, sie also Dreifachnennungen hatten. Außerdem wurde ihre Liste nicht durcheinandergewirbelt. Beides deutet darauf hin, dass AfD-Wähler wenig kumulieren oder panaschieren und die Kandidaten auch weniger von einem solchen Wahlverhalten profitieren.
Kreisweit kam die AfD auf 14,9 Prozent. Die meisten AfD-Stimmen gab es in Mertesheim (VG Leiningerland) mit 29,4 Prozent. Der damit blau gefärbte Ort fällt aus der Verbandsgemeinde heraus. Denn dort gibt es auch „rote“ Ortsgemeinden wie Bockenheim, Laumersheim oder Kleinkarlbach, wo also die SPD die Wahl klar gegen die CDU gewonnen hat. In diesen SPD-Hochburgen konnte die AfD trotzdem noch um die 12 Prozent erzielen. Auch im „roten“ Elmstein (VG Lambrecht), wo die SPD mit 27,7 Prozent mit fast zwei Prozentpunkten Vorsprung gegen die CDU gewann, holte die AfD mit 22,1 Prozent einen Spitzenwert. Dort kam das BSW auf beachtliche 9,3 Prozent – was auch damit zu tun hat, dass deren Kandidaten hauptsächlich aus der VG Lambrecht stammen. Kreisweit kam das Bündnis auf 5 Prozent. Ihr zweitbestes Ergebnis erzielte die AfD hinter Mertesheim in Frankeneck (ebenfalls VG Lambrecht) mit 27,8 Prozent. Auf Rang zwei kam dort die CDU mit 23,8 Prozent. Auch hier gab es noch 9,3 Prozent für das BSW. Auffällig sind auch die hohen Prozentzahlen für die AfD in Haßloch. Bei den Kreistagswahlen gab es für die AfD 23,1 Prozent, bei den Wahlen für den Haßlocher Gemeinderat 23,3 Prozent. Spitzenkandidat Peter Stuhlfauth stammt wie Thomas Stephan (Listenplatz zwei) aus Haßloch. Mehr Stimmen holte hier die CDU mit 29,4 Prozent.
Unter 10 Prozent kam die AfD nur in der Verbandsgemeinde Wachenheim (9,8 Prozent). 10,7 Prozent gab es für die AfD in der Stadt Bad Dürkheim, 11,8 Prozent in der VG Freinsheim.