Bad Dürkheim Kreis und quer: Weitere Beschwerden über neue Regionalzüge

Einiges an Resonanz gab es gestern auf unseren Bericht „Bahn ignoriert genervte Anwohner“. Offenbar empfinden auch Menschen aus Bad Dürkheim und Wachenheim die seit Dezember eingesetzten Lint-Züge der Regionalbahn als deutlich lauter und somit störender als die Vorgänger. Horst Neckerauer wohnt in der Cuisery-Straße in Wachenheim und spricht von Vibrationen, die es zuvor nicht gegeben habe. Quietschende Bremsen nimmt er wahr, wenn die Bahn aus Deidesheim hier Station mache. Von „kreischenden Geräuschen“ spricht auch Ralf Derhardt, der im Bereich der „Einrollschneise“ im Dürkheimer Bahnhof wohnt. Auch dort empfindet er das Geräusch beim Halt der Züge „infernalisch“. „Von wegen das tritt nur lokal auf“, kommentiert er an die Adresse der DB Regio. Er fahre wöchentlich mit verschiedenen ICE-Modellen, die seien leiser. Aus Freinsheim meldete sich ein weiteres Ehepaar: Man nicht nur an die Anwohner denken, sondern auch an Hunderte Pendler und Schüler, die von der Quietscherei direkt am Bahnsteig betroffen seien. Der Freinsheimer Bahnhofspate Henning Möller bekam gestern eine Mail von DB Regio: Die Geschäftsführung werde sich nun mit der Angelegenheit befassen. (als) . Vor allem die Leistadter sind am Dienstagnachmittag von einem Stromausfall betroffen gewesen. Wie die Pfalzwerke erst gestern mitteilten, hatte ein Vogelnest gegen 14.45 Uhr einen Kurschluss ausgelöst und so eine Störung im 20-Kilovolt-Netz verursacht. Während die Verbraucher in Teilen von Hardenburg, Kallstadt, Freinsheim und Herxheim nur minutenlang betroffen waren, blieben drei Umspannpunkte in Leistadt fast vier Stunden lang abgehängt. (rhp) Was mit dem Stellwerk an der Dürkheimer Wagenhalle der Rhein-Haardtbahn werden soll, hat man sich bei der RNV noch keine Gedanken gemacht. Dies sagte ein Konzernsprecher gestern auf Anfrage. Wie am Dienstag berichtet, wird auch die Strecke der Linie 4 seit Montag von einem zentralen elektronischen Stellwerk in Mannheim gesteuert und gesichert. Dazu mussten laut RNV 40 Mitarbeiter übers Wochenende 75 Signale und 320 Schilder ausgetauscht, 13 Weichen umgeklemmt und 13 Bahnübergänge angepasst werden. Abgerissen werde das 1964 errichtete Stellwerk am Haltepunkt Dürkheim-Ost jedenfalls nicht, hieß es. (psp/Foto: Franck)