Bad Dürkheim Kommentar: Aufgefrischt

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Nicht losschreien, erst bis zehn zählen: So abstrus ist die Idee

eines autofreien Stadtplatzes

nicht. Sie ist ja auch nicht neu.

Nein, liebe Geschäftsleute am Stadtplatz und in der Römerstraße, bitte, liebe bequeme Autofahrer: nicht gleich aufschreien! Durchatmen und bis zehn zählen. Und dann versuchen, die Sache ohne Eigeninteresse zu sehen, aus Sicht der Bürger und Kunden. So abstrus ist der Vorschlag der Linken nämlich nicht. Er ist ja auch nicht neu: Vor etlichen Jahren haben wir ihn schon mal lang und breit diskutiert: Weil es schon einst neben strikten Gegnern eines autofreien Stadtplatzes viele Ja-Sager gab. Vielleicht waren die Nein-Rufer damals nur lauter, dominanter. Und der Stadtrat hat sich deshalb nicht getraut. Oder die Befürworter hatten keine ausreichende Lobby. Dass sie danach resignierten, heißt nicht, dass es sie nicht immer noch gäbe, die sich im Stadtkern ein größeres Quartier als Fußgängerzone wünschten. Von daher mag der Antrag zum jetzigen Zeitpunkt zwar für viele überraschend kommen. Aber vielleicht hat sich die Linke ja von der Dürkheimer Zeitenwende inspirieren lassen und weil sie den frischen Ansatz, vieles zu hinterfragen, nicht dem neuen Bürgermeister allein überlassen will.

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