Fußball
Kein Leckerbissen in Friedelsheim
Ein Leckerbissen war das Derby des ersten Spieltages der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt zwischen dem TuS Friedelsheim und dem SV Rot-Weiss Seebach für die 125 Zuschauer nicht. Beide Mannschaften erlaubten sich zu viele Fehler im Spielaufbau, um von einer guten Begegnung sprechen zu können. Die besseren Torchancen hatten trotz ihrer 1:2-Niederlage die Gastgeber. Sie brachten sich am Ende selbst um einen Punktgewinn.
Es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit, als der Friedelsheimer Dario Moris auf das von Seebachs Schlussmann Mohammad Wojudy bei einer vorangegangen Abwehraktion verlassene Tor schoss. Aber statt ins Netz, traf er dessen Mitspieler Youssef Taouil.
Bereits zuvor hatten die Gastgeber zweimal Pech. TuS-Spielertrainer Nico Wrede köpfte nach einem Eckball an einen Pfosten (23.), nach einem Kopfball von Giovanni Quagliata sprang der Ball von der linken Aluminiumstange ins Feld zurück (68.). Trotz dieser guten Friedelsheimer Chancen waren jedoch die Seebacher bis zum Beginn der letzten Viertelstunde spielbestimmend.
Erstes Tor in Minute drei
„Wir hätten viel höher gewinnen können, hätten uns dazu aber vorne mehr Torchancen erspielen müssen“, kommentierte Rot-Weiss-Coach Jan Marvin Dell. Dabei begann das Spiel für seine Mannschaft optimal. Bereits in der dritten Minute schloss Sven Schuhmann den ersten Gästeangriff mit dem Treffer zur 1:0-Führung ab.
Die Friedelsheimer zeigten sich davon jedoch nicht geschockt und hatten noch vor Wredes Pfostentreffer zwei Möglichkeiten zum Ausgleich. Diese boten sich Quagliata (7.) und Benjamin Hill (22 ). Aus beiden Szenen ging jedoch Wojudy als Sieger hervor.
Friedelsheims Torwart Philipp Wiebelskircher durfte vor der Pause beweisen, dass er sein Fach versteht, denn er wehrte einen Flachschuss von Bruno Ribeiro, der gefährlicher war als er aussah, bravourös ab (25.). In der 44. Minute war er beim Tor zum 2:0 für die Gäste jedoch machtlos. Nachdem er einen Schuss von Lucas Kohl zunächst abgewehrt hatte, flankte dieser von links zu Rémi Jahnel, und dessen Flachschuss fand unter Wiebelskicher den Weg ins TuS-Gehäuse.
Wilde Schlussphase
Nach der Pause tat sich auf beiden Seiten lange nicht viel. Der Seebacher Sieg schien nicht mehr in Gefahr zu geraten. Giovanni Quagliats leitete jedoch mit dem zweiten Friedelsheimer Kopfball an einen Pfosten eine wilde Schlussphase ein. Mit einem tollen Heber erzielte er in der 80. Minute den 1:2-Anschlusstreffer.
Auch der auf der zentralen Position einer Dreierabwehrkette agierende Wrede war fortan überwiegend in der gegnerischen Hälfte zu finden. Außer bei der für die Gastgeber unglücklich verlaufenen Szene in der Nachspielzeit hatten aber nur noch die Seebacher bei einem Freistoß von Daniel Manß eine gute Möglichkeit zu einem Tor (84.).
Spiel des Jahres
Wrede bedauerte die vergebenen Chancen, war aber nicht völlig unzufrieden: „Seebach ist aus der Bezirksliga abgestiegen, und wir haben gezeigt, dass mir mithalten können. Wir wollen in diesem Jahr in der A-Klasse einfach nur überleben“, sagte er.
Für die Seebacher steht bereits übermorgen, Mittwoch, 19.30 Uhr, deren „Spiel des Jahres“ auf dem Programm. Dann erwarten sie in der dritten Verbandspokalrunde den FV Dudenhofen im Meisterwasental. Dieser gewann am Samstag das Duell zweier Oberligaaufsteiger beim FC Hertha Wiesbach nach frühem 0:2-Rückstand noch mit 4:3.