Wachenheim / Deidesheim
Kaputter Bahndamm: Welche Fragen noch offen sind
Warum muss die Bahnstrecke zwischen Wachenheim und Deidesheim saniert werden?
Grund sind Schäden am Bahndamm, die durch Dachsbauten verursacht wurden. Seit Mitte März ist die Strecke für den Zugverkehr gesperrt. Für die Fahrgäste ist seitdem zwischen Deidesheim und Bad Dürkheim ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Sollten die Arbeiten am Bahndamm nicht bereits früher starten?
Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die Strecke zwischen dem 11. Juli und Mitte Dezember gesperrt wird. Die Sperrung wurde aus Sicherheitsgründen kurzfristig vorgezogen. Anfang Juli wurde dann von der Bahn der 21. Juli als Starttermin für die eigentlichen Arbeiten genannt.
Hat das Auswirkungen auf die Dauer der Arbeiten?
Die Bahn möchte der RHEINPFALZ dazu auf einem Pressetermin Auskunft geben, der derzeit in Planung ist. „Wir bitten Sie daher (und aufgrund von Urlaubszeit) noch um etwas Geduld“, so die schriftliche Antwort einer Sprecherin auf unsere Anfrage.
Warum wurde nicht schon früher mit den Arbeiten begonnen, wo die Strecke doch schon seit März gesperrt ist?
Auch diese Frage will die Bahn erst beim Pressetermin beantworten. In früheren Antworten hieß es, dass eine Vorverlegung abhängig von den Kapazitäten der beauftragten Fachfirma ist. Ob es Bemühungen für eine Vorverlegung der Arbeiten gab, ist unklar.
Wie wird der Damm stabilisiert?
Bei der Stabilisierung kommt ein spezielles Verfahren zum Einsatz. Eine Großmaschine arbeitet laut Bahn mit einer mehrere Meter langen Fräse in Zentimeterschritten Schicht für Schicht Beton in den Bahndamm ein. Damit werde eine Verhärtung des Erdreichs und die für die Wiederaufnahme des Zugverkehrs benötigte Stabilität erreicht.
Was passiert mit den Dachsen?
Laut Bahn sollen diese an der Strecke vergrämt werden. Der Bahndamm sowie dessen Umfeld würden engmaschig überwacht, um eine Rückkehr der Dachse gegebenenfalls an anderer Stelle zu vermeiden. Hierbei arbeitet die Bahn nach eigenen Angaben eng mit Forstexperten und Naturschutzbehörden zusammen.
Warum liegen am Bahnhof Wachenheim stapelweise Schienen?
„Die Bauteams haben in Vorbereitung auf die Sanierungsarbeiten die an der Strecke verbauten Schienen alle sechs Meter getrennt, damit die Schwellen jochweise ausgebaut werden können“, schreibt eine Sprecherin. Diese Gleisjoche lagern während der Arbeiten vor und hinter dem Sanierungsbereich. Die Schwellen werden bei der Wiederherstellung des Oberbaus erneut jochweise eingebaut. Die Schienenstücke werden gegen neue Schienen getauscht, und das Gleis wird abschließend geschweißt.
Welche Arbeiten sollten bis zum Baustart noch erledigt werden?
Unter anderem sollten Baustellenstraßen sowie vier Zufahrtsrampen auf den Bahndamm hergestellt und Signale, Kabel, Gleise sowie Gleisschotter zurückgebaut werden. Auch eine Kampfmittelsondierung entlang der Strecke sollte erfolgen.
Auf welcher Länge wird der Bahndamm saniert?
Ursprünglich war die Sanierung auf einer Strecke von rund 1,9 Kilometern Länge geplant. „Aufgrund verstärkter Grabtätigkeiten der Dachse packen die Bauteams einen rund 2,5 Kilometer langen Streckenabschnitt an“, heißt es in einer Mitteilung der Bahn von Anfang Juli.
