Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Jüdisches Erbe in Wachenheim: Verein will erinnern

Los ging es an der Georgskirche.
Los ging es an der Georgskirche.

Rund 30 Teilnehmer erkundeten bei einer Rallye jüdische Geschichte in Wachenheim. Der Verein möchte das kulturelle Erbe dauerhaft sichtbar machen.

Das jüdische Leben in der Region in der Erinnerung präsent zu halten, ist das Anliegen des Vereins „Gegen das Vergessen“ in Wachenheim. Am Mittwoch hat der Verein in Wachenheim eine Rallye angeboten, in der das Judentum in Wachenheim im Mittelpunkt stand.

Anlass für die Veranstaltung des Vereins war der Jahrestag der Deportationen nach Gurs. Am 22. Oktober 1940 waren bei der „Wagner-Bürckel-Aktion“ 6.500 Juden aus Baden und der Saarpfalz nach Gurs verschleppt worden. Darunter vier Frauen und drei Männer aus Wachenheim.

Laut Georg Dumont, Zweiter Vorsitzender, beteiligten sich rund 30 Personen in zehn Gruppen oder Familien an der Rallye. Auch Kinder und Jugendliche seien dabei gewesen.

Start war an der Georgskirche, dort bekamen die Teilnehmer einen Flyer, der über die Stationen informierte, ausgehändigt. An jeder Station galt es, einen QR-Code abzuscannen. Dahinter verbargen sich Audiodateien und am Ende eine Frage. „Wie heißt der siebenarmige Leuchter im Judentum?“ war eine der Fragen. Wer alle Antworten – in diesem Fall Menora – wusste, konnte sich daraus am Ende ein Lösungswort zusammensetzen. Alle gespendeten Preise vom Kurpfalzpark, dem Salinarium, dem Rewe-Markt und den Stadtwerken Wachenheim hätten ihre Gewinner gefunden, betont Dumont.

Stationen waren unter anderem die ehemalige Synagoge in Wachenheim oder der jüdische Friedhof. Der Verein sei mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen, berichtet Dumont. Die Veranstaltung sei ein Erfolg gewesen. Die Mitglieder überlegen nun, die Schilder, die nur am Mittwoch an den Stationen verteilt waren, wetterfest zu gestalten und dauerhaft anzubringen, um die Erinnerung an das jüdische Leben und sein kulturelles Erbe aufrechtzuerhalten.

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