Bad Dürkheim / Deidesheim
Instabiler Bahndamm: Wie weit ist die Bahn bei der Sanierung?
Am von Dachsbauten unterhöhlten Bahndamm zwischen Wachenheim und Deidesheim hat die Bahn inzwischen die genehmigten Rodungsarbeiten ausgeführt. Das hat eine Bahnsprecherin auf Anfrage mitgeteilt. Wegen der Vogelbrutzeit war eine Genehmigung der Oberen Naturschutzbehörde notwendig. Wegen des Gesamtprojekts seien neben Umweltbehörden auch Naturschutzverbände beteiligt worden.
Mit Behörden habe man die Errichtung von Baustraßen und die Einrichtung von Baustellenflächen abgestimmt, so die Bahnsprecherin weiter. Mit den Besitzern der Flächen seien Nutzungsverträge vereinbart oder angepasst worden. Mit der Baufirma, die die Arbeiten am Bahndamm ausführen wird, habe man inzwischen die vertraglichen Vereinbarungen getroffen. Errichtet worden seien bereits Reptilienschutzzäune.
Die Spezialmaschine, die für das sogenannte Fräs-Misch-Injektionsverfahren gebraucht wird, soll ab Anfang Juli zum Einsatz kommen. Bis dahin sollen nach Auskunft der Bahn vier Zufahrtsrampen auf den Damm gebaut werden. Entfernt werden müssen bis dahin die Gleisanlagen, Signale und Kabel. Außerdem wird der Gleisschotter abgetragen. Zur Herstellung der Fräsebene auf dem Bahndamm muss auch Boden entfernt werden.
Damit es nicht zu weiteren Schäden dieser Art an den Bahndämmen kommt, gebe es zurzeit an allen Strecken im Umfeld Sonderinspektionen, erklärte die Bahnsprecherin auf Anfrage. Diese würden zusätzlich zu den regulären, regelmäßigen Streckenüberprüfungen stattfinden.
Die Bahnstrecke zwischen Bad Dürkheim und Deidesheim ist seit 17. März gesperrt. Die Sanierung des instabil gewordenen Bahndamms soll bis Jahresende dauern.