Freinsheim / Lambsheim RHEINPFALZ Plus Artikel Hundefund an Landstraße: Weiteres Tier entdeckt

Der am Montag entdeckte Hund.
Der am Montag entdeckte Hund.

Unbekannte haben an Pfingstmontag Chihuahua-Mischlinge bei Freinsheim ausgesetzt. Tierschützer haben nun einen weiteren Hund gesichert.

In der Nacht zu Pfingstmontag hatte ein Landwirt mehrere junge Chihuahua-Mischlinge an der Landstraße zwischen Erpolzheim und Freinsheim gefunden. Die Polizei rettete fünf Tiere, Tierschützer entdeckten am Montagmittag einen verendeten jungen Hund sowie ein weiteres Tier unweit der Fundstelle. Das zweite Tier starb beim Tierarzt. Mindestens ein Vierbeiner galt weiterhin als vermisst.

Dieses Tier wurde in der Nacht zum Dienstag in Lambsheim gefunden und gesichert. „Kurz vor Mitternacht klingelte bei mir das Telefon. Ich dachte mir zuerst: Die nächste Sichtung. Aber dann war eine Dame dran, die mir mitteilte, dass der Hund gesichert ist und ich ihn abholen kann“, berichtet Marie-Louise Wiesenbach.

Die Tierfreundin aus Freinsheim hat sich gemeinsam mit anderen Engagierten in den vergangenen sieben Tagen stark für die Chihuahua-Mischlinge eingesetzt. Die Tierfreunde versuchten, den vermissten Vierbeiner mit einer Lebendfalle zu fangen, richteten Futterstellen ein, bauten Kameras in den Weinbergen auf und gingen mit dem Fall an die Öffentlichkeit.

Sichtungen rund um den Palmberg

Immer wieder habe es in den vergangenen Tagen Anrufe von Sichtungen rund um Großkarlbach, Gerolsheim und den Palmberg gegeben. Am Montagabend gelang es jungen Leuten, den kleinen Hund in einen umzäunten Garten zu treiben, wo ihn die Besitzerin des Grundstücks sichern konnte. Dann klingelte bei Wiesenbach das Telefon.

Der Hund sei die Nacht über bei ihr gewesen, am Dienstagmorgen habe sie das Tier dann zum zuständigen Tierheim nach Worms gebracht, sagt Wiesenbach. „Sein Allgemeinzustand ist nicht gut. Er hatte Zecken, Flöhe und war abgemagert. Seine Krallen waren nicht geschnitten. Er ist sieben Tage durch die Weinberge geirrt. Wir haben ihn über die Nacht einfach in Ruhe gelassen“, sagt Wiesenbach.

Dass vielleicht noch ein anderes Tier aus dem Fund von Pfingsten in der Region unterwegs ist, hält sie für unwahrscheinlich: „Er wäre wahrscheinlich in der Zwischenzeit gestorben, außerdem gab es keine weiteren Sichtungen außer denen, die auf den Hund hinweisen, den wir jetzt gesichert haben.“

Nur Rüden entdeckt

Zwei Dinge treiben Wiesenbach um: „Ohne Tanja Axmann hätten wir das alles nie so bewältigen können. Sie hat uns mit ihrer Erfahrung und der Ausrüstung stark unterstützt“, sagt Wiesenbach über die Expertin für entlaufene Hunde aus der Südpfalz.

Doch vor allem beschäftigt sie, dass irgendwo jemand sitze, der Hunde unsachgemäß halte: „Wir haben ausschließlich Rüden entdeckt. Irgendwo muss es dazu eine Hündin geben. Es kann nicht sein, dass niemand eine solche Haltung bemerkt.“

Hinweise

Hinweise zu dem Fall nimmt weiterhin die Kriminalpolizei Neustadt, Telefon 06321 8540, entgegen.

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