Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Eckbachtal verliert bei TuS Kaiserslautern-Dansenberg

Zerreißprobe: Simon Müsel (gelb) trifft für HSG Eckbachtal bei TuS Kaiserslautern-Dansenberg achtmal.
Zerreißprobe: Simon Müsel (gelb) trifft für HSG Eckbachtal bei TuS Kaiserslautern-Dansenberg achtmal.

Diese Niederlage der HSG Eckbachtal ist ärgerlich. Die Gastgeber bekommen Verstärkung von oben. Doch das ist nicht der Grund allein. Wo der Schuh drückt.

Wie so oft in der Saison erlaubte sich die HSG Eckbachtal wieder Phasen der Unkonzentriertheit, diese kosten am Ende wichtige Zähler für den anvisierten vierten Tabellenrang. Der angeschlagene und enttäuschte Übungsleiter Georg Ebel ärgerte sich über diese aus seiner Sicht durchaus vermeidbare Niederlage. Dank der gleichzeitigen Niederlage der TSG Mainz-Bretzenheim rangieren die Gekkos mit 17:15 Zählern weiter knapp vor den Mainzern. Diese halten bei 16:14 Punkten allerdings noch ein Spiel in der Hinterhand.

Ärgerlich für die Gekkos, die 26:24 (12:11)-Auswärtsniederlage bei der Regionalligareserve des TuS KL-Dansenberg. Denn sie war vermeidbar. Auch wenn die Hausherren Verstärkung aus der Regionalliga in Form von Simon Flesch hatten, war dies sicher nicht der Grund für die Niederlage in der Westpfalz.

Den Gekkos gelang in der Fremde bei der MSG Kaiserslautern/Dansenberg ein Auftakt nach Maß. Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, da markierte Simon Müsel mit seinem dritten Treffer die 4:1-Führung. Eine konzentriert agierende Defensivabteilung zwang die Hausherren früh zu einer Auszeit.

Ebel unterbricht

Es war noch nicht einmal ein Viertel der Spielzeit gespielt, da nahmen die Hausherren beim Stand von 2:6 ihre erste Auszeit. Dies schien ihre Wirkung nicht zu verfehlen. Denn keine zehn Minuten später unterbrach Eckbachtals Übungsleiter Georg Ebel beim Stande von 8:8 seinerseits die Partie. Er hatte Redebedarf.

Seine Mannschaft schien völlig den Faden zu verlieren. Zwar gelang es Maximilian Schreiber wieder die Führung zu markieren (9:8). Doch danach gelang dies den Gekkos nicht mehr, so ging es mit einem knappen 12:11-Rückstand in die Kabinen. Die Gekkos agierte weiterhin aggressiv in der Defensive, erhielten sechs Zeitstrafen.

Gleich zweimal mussten sie gar in doppelter Unterzahl gegen die Westpfälzer agieren. Diese nutzten diese Gelegenheiten eiskalt aus und setzten sich so etwas ab. Zwischenzeitlich betrug der Abstand sieben Tore, doch selbst der 21:14-Rückstand hielt die Gekkos nicht davon ab weiterhin an sich zu glauben.

Torjäger Müsel

Simon Müsel mit seinem siebten Treffer, am Ende des Abends sollte er mit 8 Toren der gefährlichste Schütze des Spiels sein, sowie Julian Pozywio von der Siebenmeterlinie verkürzten auf 21:16. Noch waren 15 Minuten zu spielen, doch Übungsleiter musste immer wieder mit ansehen, wie seine Schützen gute Gelegenheiten ausließen.

Als Eric Diehl in der letzten Spielminute der Anschlusstreffer zum 25:24 gelang, keimte Hoffnung auf, wenigstens einen Zähler ins Gepäck packen zu dürfen auf. Doch die Regionalligareserve erzielte wenige Sekunden später den alles entscheidenden Treffer zum 26:24-Endstand. Übungsleiter Ebel hatte die Erklärung parat: „Wir haben es heute selbst vermurkst, haben unser Spiel gut angefangen doch dann leider nicht mehr durchgezogen.“

Vor dem Spiel warnte der angeschlagene Ebel seine Mannschaft noch, umso enttäuschter musste er die Niederlage aufgrund der eigenen Schwächen als verdient akzeptieren. Da half auch die Treffsicherheit von Julian Pozywio von der Siebenmeterlinie wenig. Nachdem Maximilian Schreiber bei seinem zweiten Versuch von der Linie scheiterte, übernahm Pozywio fünfmal die Verantwortung. Fünfmal durfte er sich als Sieger feiern lassen.

Mit der TG Osthofen, einer der drei Mannschaften, die sich berechtige Hoffnungen auf die Relegationsrunde für die Regionalliga machen dürfen, empfangen die Gekkos am nächsten Sonntag einen ganz dicken Brocken. Bis dahin gilt es, vor allem in Angriffsreihe wieder Sicherheit und Selbstvertrauen zu erarbeiten. Denn die Defensivabteilung war auch bei der Niederlage bei 26 Gegentreffern noch in der Norm. Einzig die Angreifer trafen zu selten.

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