Wachenheim Hort: Wachenheimer feiern ihre „Superinstitution“

Voller Einsatz: Ein Tanz zum 20. Geburtstag.
Voller Einsatz: Ein Tanz zum 20. Geburtstag.

Zu seiner Entstehungszeit vor 20 Jahren sorgte er für heftige Diskussionen. Heute gehört der Hort so selbstverständlich zu Wachenheim wie Kita und Schule.

Der damalige Stadtbürgermeister Arnold Nagel (FWG) habe sich für die Entstehung des Horts eingesetzt, berichtete die Hortleiterin Nadja Schumm, selbst eine Frau der ersten Stunde bei einer Jubiläumsfeier am Samstag. Nagel, Schumm und die damalige Kita-Leiterin Bärbel Sutter hätten sich vehement für einen Hort eingesetzt – teils gegen erheblichen Widerstand.

Bei der Feier am Samstag ließen die Wachenheimer die Geschichte des Horts Revue passieren. Anfangs war die Einrichtung mit 20 Kindern in der Kita untergebracht. Als es da zu eng wurde, zogen die Hortkinder in den Ratssaal um, bis 2005 der Hort gebaut wurde.

Der Hort sei inzwischen zu einer „Superinstitution“ mutiert, so Sutter. Nagel nannte ihn „eine Erfolgsgeschichte.“ „Jedes Kind bekommt einen Betreuungsplatz, wenn es einen braucht. Das macht Wachenheim attraktiv“, sagte Stadtbürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Das Konzept mit Ganztagsschule plus Hort sei in den vergangenen Jahren „gut aufgegangen“.

„Für mich war es eine gute Zeit“

„Mit 63 Kindern ist der Hort bis auf den letzten Platz belegt und erfreut sich großer Beliebtheit“, berichtete Schumm. Kinder von der ersten Klasse bis zum vollendeten 14. Lebensjahr können ihn besuchen. Die Entwicklung des Hortes ist nach Meinung von Schumm auch noch nicht abgeschlossen, 16 Kinder können zum nächsten Schuljahr aufgenommen werden, zwölf stehen bereits auf der Warteliste.

Jori Hinderfeld, ein „Ehemaliger“, kam 2003 in den Hort, der damals im Ratssaal logierte. „Für mich war es eine gute Zeit“, erzählte er. Er sei immer gerne in den Hort gegangen, erinnerte er sich, dort habe er Freunde getroffen. Neben dem festen Programm wie Mittagessen und Hausaufgaben machen, habe sich jeder selbst überlegen müssen, was er machen wollte: kreativ arbeiten, spielen in der Spielecke oder vielleicht doch lieber draußen auf der Wiese toben. Der 27-Jährige fand es „schön“, Betreuerinnen aus einer eigenen Zeit im Hort wiederzusehen.

Der Elternbeirat unter dem Vorsitz von Markus Walber hatte das Hort-Fest samt Bewirtung organisiert und Zelte aufgebaut. Für die Kinder gab es unter anderem Schminken, Luftballontiere, Dosenwerfen, eine Popcorn-Maschine und die Hort-Support-Piraten boten selbstbemalte Buttons gegen eine kleine Spende an. Als Geburtstagsständchen sangen Kinder „Im Hort sind wir alle Gewinner.“

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