Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Haushalt mit Schwabenbach-Effekt – Hundesteuererhöhung und Bauprojekte

In Wachenheim ist ein Neubaugebiet geplant.
In Wachenheim ist ein Neubaugebiet geplant.

„Der Haushalt ist geprägt vom Baugebiet Schwabenbach“, sagt Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) über den Doppelhaushalt 2025/2026.

Durch die Verkäufe von Baugrundstücken gebe es Erlöse, es entstünden aber auch Erschließungskosten, so Bechtel. Für das Jahr 2025 sind laut Verwaltung Verkaufserlöse in Höhe von 670.000 Euro im Finanzhaushalt eingeplant, im Ergebnishaushalt verbleiben davon nach Abzug der bisher angefallenen Kosten 275.000 Euro (2026 und 2027: jeweils 500.000 und 200.000 Euro; 2028: 670.000 und 275.000 Euro).

Der Haushalt wurde, in Abwesenheit der FWG-Fraktion, in der vergangenen Woche im Stadtrat einstimmig verabschiedet. Die Erträge in beiden Jahren liegen jeweils bei 11,6 und 11,7 Millionen Euro, erklärt Bianca Heinke, Leiterin des Fachbereichs Finanzen. Den Erträgen stehen Aufwendungen von etwa 11,4 und 11,5 Millionen Euro gegenüber. Die Ergebnishaushalte schließen mit einem Überschuss. Der Finanzhaushalt ist in beiden Jahren ausgeglichen.

Mit dem Haushalt wurde auch die Erhöhung der Hundesteuer im Jahr 2025 beschlossen. Für jeden ersten Hund werden statt 60 künftig 75 Euro fällig, für jeden zweiten Hund 110 statt 95 Euro, für jeden weiteren Hund 165 statt 150 Euro. Für jeden gefährlichen Hund sind weiter 720 Euro zu zahlen. Bechtel kündigte an, dass diese Sätze auch in den Ortsgemeinden Ellerstadt, Gönnheim und Friedelsheim aufs gleiche Niveau erhöht werden sollen. Wegen der anderen Taktung der dortigen Doppelhaushalte komme die Erhöhung allerdings ein Jahr später.

Größere geplante Investitionen in der Stadt Wachenheim sind unter anderem der Abriss und Neubau des Gebäudes in der Burgstraße 41a. Der Neubau des städtischen Wohngebäudes, in dem unter anderem Flüchtlinge untergebracht waren, steht schon seit längerem auf der Agenda der Stadt. 30.000 Euro sind in diesem und eine Million Euro im Haushalt 2026 dafür eingeplant worden. Ob es zu einer Umsetzung kommt, ist indes fraglich. Es gebe noch kein Zuwendungsprogramm von Bund oder Land, das auf die Verhältnisse in Wachenheim passe. „Trotzdem geben wir nicht auf“, sagt Bechtel.

Ein weiterer großer Posten ist der Umbau der Sanitäranlagen in der Kita Pusteblume. Hier schlagen 350.000 Euro zu Buche. Die Stadt rechnet mit Zuwendungen in Höhe von 250.000 Euro. Für den Ausbau der Mittelgasse sind 230.000 Euro in den Haushalt eingestellt worden. Für die Sanierung des Römerwegs sind insgesamt 1,2 Millionen eingeplant. Grundstücksankäufe für das Wachenheimer Gewerbegebiet schlagen in beiden Jahren mit 400.000 Euro zu Buche. Unterm Strich investiert die Stadt 2025 eine Summe in Höhe von knapp drei Millionen Euro, im Jahr 2026 sind es knapp 2,3 Millionen Euro.

Für Grund- und Gewerbesteuer plant die Stadt mit etwa 2,3 Millionen Euro-Einnahmen pro Jahr. Das entspricht in Summe dem Wert aus den Vorjahren. Wie berichtet, hatte die Stadt die Hebesätze geändert, um auch nach der Grundsteuerreform die Steuereinnahmen gleich zu halten.

„Wir leben in den nächsten vier Jahren vom Verkauf der Schwabenbach-Grundstücke“, so Rüdiger Göbel (CDU). Der Verkauf, der über vier Jahre den Haushalt begleiten werde, sei konservativ geplant.

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