Bad Dürkheim Halbzeit mit Saumagenpause

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„Und, macht’s noch Spaß?“ Diese Frage ist mir in den vergangenen Wochen unzählige Male gestellt worden. Schließlich ist jetzt Halbzeit! Schon seit sechs Monaten heißt es für mich: Deutsche Weinkönigin in Vollzeit. Mit einem Kanadier Saumagen bei Hambels in Wachenheim essen war dabei auch Teil des Jobs – und das kam so: Master-Sommelier John Szabo war Ende März auf einer Recherche-Tour. Er schreibt ein Buch über Weine von vulkanischen Böden. Neben Rheinhessen, der Nahe und Baden stand dank des Forster Pechsteins auch die Pfalz auf dem Reiseplan. Ich habe mit ihm die Weingüter Odinstal und Mosbacher besucht, eine große Auswahl an Weinen der berühmten Einzellage probiert und – Pflichtprogramm – natürlich bei Hambels vorbeigeschaut. Beim kanadischen Gast kam der Saumagen wunderbar an! Schon seit Anfang März hat das königliche Leben nach einer Winterpause wieder spürbar an Fahrt aufgenommen. Mit den Deutschen Weinprinzessinnen Judith Dorst und Kathrin Schnitzius bin ich zwei Tage lang quer durch Rheinhessen, das größte deutsche Weinbaugebiet, gereist. Von der Kellerei bis zum kleinen Familienbetrieb war alles dabei. Überall spürt man die Dynamik, mit der sich die Region in den letzten Jahren entwickelt hat. Mitte März stand Düsseldorf im Fokus der Weinwelt: Endlich wieder „ProWein“, die weltweit wichtigste und größte Weinmesse. Über 5000 internationale Aussteller in neun Messehallen, jeder mit einer Kollektion an Weinen und Sekten – eine ganz eigene Welt! Meine „Basisstation“ für die drei Messetage war natürlich der Stand des Deutschen Weininstituts. Dort war ich hauptsächlich bei Preisverleihungen im Einsatz. So durfte ich zum Beispiel im Auftrag der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) die Moderation der Preisübergabe für die „Besten Kollektionen 2015“ übernehmen. Auch ein paar Pfälzer und mit den Vier Jahreszeiten sogar ein Dürkheimer Betrieb waren unter den Gewinnern! Nach der „ProWein“ ging es mal wieder an die Ahr, das kleine Rotweinparadies südlich von Bonn: Auf dem fünften Frühburgunder-Forum zeigten die Ahr-Winzer, was man aus dieser speziellen Rebsorte alles machen kann. Der Frühburgunder ist eine natürliche Mutation des bekannteren Spätburgunders und eine absolute Rarität – gerade einmal 257 Hektar gibt es in Deutschland, davon 56 in der Pfalz und 37 an der Ahr. Ich hatte die Aufgabe, den Besuchern in einem Vortrag die „Diversität des Frühburgunders in Deutschland“ näher zu bringen. In einer Vergleichsprobe gab es neben einem Ahr-Frühburgunder auch Weine aus Sachsen und aus dem württembergischen Remstal zu probieren. Wie mein kanadischer Gast darf ich übrigens bald selbst kulinarisches Neuland betreten: Es geht nach Tokio! Achja: „Macht’s noch Spaß?“ – Na klar!

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