Bad Dürkheim Gut gerüstet für kalte Tage

Drei Streufahrzeuge stehen dem Dürkheimer Baubetriebshof zur Verfügung. Leiter Enrico Tempel (rechts) und Alexander Krapp befüll
Drei Streufahrzeuge stehen dem Dürkheimer Baubetriebshof zur Verfügung. Leiter Enrico Tempel (rechts) und Alexander Krapp befüllen eines davon mit Salz.

Minusgrade sind für Autofahrer im Winter mehr als ungemütlich. Damit die Straßen trotz Schnee und Eis befahrbar bleiben, müssen sich Städte und Ortsgemeinden um den Winterdienst kümmern. In der Region rund um Dürkheim ist man auf einen eventuellen Wintereinbruch aber gut vorbereitet.

In Dürkheim sieht man Schnee und Eis weitgehend entspannt entgegen. „Der Baubetriebshof der Stadt Bad Dürkheim ist wie in den vergangenen Jahren für winterliche Ereignisse gut gerüstet“, informiert Stadtsprecherin Petra Wurm. Die Streusalzsilos seien gut gefüllt. „Aktuell sind etwa 80 Tonnen Streusalz gelagert. Neben dem Streusalz kommt vereinzelt auch Split zum Einsatz“, berichtet Wurm. Dafür stünden der Stadt drei Streufahrzeuge zur Verfügung. In diesem Winter seien die Mitarbeiter des Baubetriebshofs bereits an 13 Tagen ausgerückt. Die Einsätze und Kontrollfahrten des Winterdienstes erfolgen laut Wurm aufgrund von regionalen Wettervorhersagen. „Wir sind normalerweise allzeit gerüstet“, sagt Christian Weitzel, Leiter des Wachenheimer Bauhofs, der für den Winterdienst zuständig ist. Alle drei Fahrzeuge, die für Streuarbeiten zur Verfügung stehen, seien einsatzbereit. Gestreut werde in Wachenheim mit Salz und Flüssigsalz. „Außerdem haben wir auch Schneeschieber.“ Bei Glätte gebe es in der Stadt einige besondere Gefahrenstellen. „Dazu gehören zum einen Steillagen, wie die Schlossgasse. Auch auf Pflasterstraßen kann es gefährlich werden, die speichern die Kälte noch mal ganz anders“, so Weitzel. Wirklich oft seien seine Mitarbeiter in diesem Winter allerdings noch nicht ausgerückt – Weitzel hat bislang vier Einsätze gezählt. Auch im vergangenen Jahr seien die Einsätze überschaubar geblieben. „Für die Routine ist das nicht gut. Die Leute müssen die schweren Fahrzeuge ja auch richtig bedienen können“, gibt Weitzel zu bedenken. Einen richtigen Wintereinbruch wünscht er sich allerdings trotzdem nicht. „Ich brauche diese Arbeit nicht unbedingt, wir haben auch so genug zu tun.“ In der Verbandsgemeinde Freinsheim sei der Winterdienst dezentral organisiert, informiert VG-Sprecher Jörg Heidemann. „Wir haben zwei größere Bauhöfe, die den Winterdienst übernehmen – einen in Freinsheim und einen in Weisenheim am Sand.“ In Freinsheim sei der Bauhof unter anderem für die Streuung von Parkplätzen zuständig. Unterstützung erhalte er darüber hinaus von dem Freinsheimer Bauunternehmen Schlatter, das Eis und Schnee mit Salzlauge bekämpft. „Wir fahren auch in den Gemeinden Dackenheim, Erpolzheim und Herxheim am Berg, allerdings dort nur in bestimmten Straßen wie in Herxheim zum Beispiel in der Straße zum Bahnhof“, sagt Thomas Hammann, der Geschäftsführer des Bauunternehmens Schlatter, der betont: „Wir schauen immer regelmäßig wie die Straßenverhältnisse sind. Wenn es kalt ist und Regen erwartet wird, streuen wir prophylaktisch ein Salzlaugen-Gemisch.“ Kreuzzungen und Pflasterstraßen in der Region seien Gefahrenschwerpunkte, so Hammann: „Meistens sind wir nachts unterwegs. Wenn es aber tagsüber schneit, dann müssen wir auch im Hellen ran.“ In Bobenheim am Berg, Kallstadt und Weisenheim am Berg sind die Ortsgemeinden selbst für den Winterdienst zuständig. „Wir haben zwei Gemeindemitarbeiter, die das machen. Sie haben die entsprechenden Fahrzeuge dafür“, erklärt der Weisenheimer Bürgermeister Joachim Schleweis (CDU), der betont: „Wir machen das seit zwei Jahren selbst.“

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