Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Grundschul-Eltern müssen für Mittagessen mehr bezahlen

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Eltern von Grundschülern müssen in der Verbandsgemeinde Wachenheim künftig mehr für das Mittagessen ihrer Kinder bezahlen.

Die Gebühren steigen nach den Sommerferien um rund neun Prozent. Wer vier Essen in der Woche für seine Kinder gebucht hat, zahlt künftig 68 statt 62,50 Euro pro Monat. Für fünf Essen werden 86 statt 79 Euro fällig. Das hat der Verbandsgemeinderat Wachenheim bei drei Gegenstimmen beschlossen.

Grund sind nach Angaben der Verwaltung die anhaltenden Preissteigerungen. Die Einkaufspreise für die Lebensmittel der Selbstversorgerküche in Friedelsheim-Gönnheim seien 2024 im Vergleich zu 2023 durchschnittlich um 5,69 Prozent gestiegen. Hinzu kämen die Steigerungen im Energiebereich und mehr Gehalt fürs Personal.

Der Caterer der Grundschule Wachenheim gebe die Mehrkosten durch die Mindestlohnerhöhung an die Verbandsgemeinde weiter.

Nachteil für Friedelsheim-Gönnheim?

Jürgen Bohl (SPD) machte darauf aufmerksam, dass sich die Preiserhöhung gerade auf kinderreiche Familien negativ auswirkten und fragte nach Möglichkeiten, diese abzufedern. Über das Programm „Bildung und Teilhabe“ könne man Leistungen beantragen, so Simona Häusner, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste.

Wolfram Meinhardt (FWG) wies darauf hin, dass in der Selbstversorgerküche Friedelsheim-Gönnheim, von wo aus Ellerstadt mitversorgt werde, frisch gekocht werde, die Preissteigerungen geringer ausfielen als in Wachenheim. „Wir sehen uns als Unterlieger benachteiligt“, so Meinhardt. „Wir subventionieren das etwas teuere Wachenheimer Essen mit“, sagte er.

Die Selbsversorgerküche sei der Verbandsgemeinde einiges wert gewesen, sagte Marcus Scholz (CDU). „Das sind Kosten, die in Ihrer Berechnung für die Essenspreise gar nicht auftauchen“, so Scholz an Meinhardt gerichtet.

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