Wachenheim Granatenfund im Wald: Polizei ermittelt
Eine Schulklasse hat bei einer Wanderung am Donnerstag, gegen 12 Uhr in der Nähe des Oppauer Hauses bei Wachenheim einen verdächtigen Gegenstand gefunden, der einer Handgranate ähnelte. Wie Daniel Mischon, stellvertretender Leiter der Bad Dürkheimer Polizeiinspektion, auf Nachfrage berichtet, alarmierte der Lehrer der Klasse nach dem Fund die Polizei. Da unklar war, ob von der gefundenen Granate noch eine Gefahr ausging, sperrten die Beamten den Bereich zunächst weiträumig ab. „Das war im Wald wenig problematisch“, erklärt Mischon.
Anschließend informierte die Polizei den Kampfmittelräumdienst. Die Spezialisten aus Koblenz begutachteten den Fund und nahmen die französische Übungshandgranate, die bei Aktivierung lediglich einen lauten Knall erzeugt, anschließend mit. Da der Zünder fehlte, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Kinder oder Wanderer.
Was die Polizei in solchen Fällen rät
Der Granatenfund steht nicht im Zusammenhang zum Fund des selbst gebastelten Sprengkörpers am Bad Dürkheim Schlamberg vor wenigen Wochen im März, erklärte Mischon.
Die Polizei ermittelt nun, wie die Granate, bei der es sich laut Mischon nicht um ein Weltkriegsmodell handelt, dorthin gelangte, wer sie dort abgelegt haben könnte und aus welchem Produktionszeitraum sie stammt. Die Schulklasse konnte ihren Ausflug nach Eintreffen der Polizei fortsetzen. Die Beamten raten, beim Auffinden verdächtiger Gegenstände unverzüglich die Ordnungsbehörde oder die Polizei zu informieren.