Bad Dürkheim Gondelbahn-Abriss als Ansporn

Torsten Bechtel gratuliert Fabian Geibel (links) beim Neujahrsempfang zur Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann sowie Ralf Johannse
Torsten Bechtel gratuliert Fabian Geibel (links) beim Neujahrsempfang zur Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann sowie Ralf Johannsen (rechts) für 35 Jahre bei der Wachenheimer Wehr.

Mit dem ersten Bauabschnitt des Generationenplatzes auf der Wachenheimer Schwimmbadwiese soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Das kündigte Bürgermeister Torsten Bechtel gestern auf dem Neujahrsempfang der Stadt an. Auch in ein anderes Wachenheimer Dauerthema soll 2019 Bewegung kommen: die Supermarktpläne im Bischofsgarten.

Viele Besucher waren am Sonntagmorgen zum Neujahrsempfang in die Stadthalle gekommen. Nicht nur aus Wachenheim, sondern auch aus umliegenden Gemeinden. Die in der einen oder anderen Hinsicht als Vorbild herhalten durften. Wie etwa Bad Dürkheim mit dem Abriss der Gondelbahnruine, der viele Jahre lang bei diversen Neujahrsempfängen in Aussicht gestellt worden war und 2018 endlich Wirklichkeit wurde. Das hatte der Wachenheimer Stadtchef im Kopf, als er in Sachen Supermarkt versprach: „In diesem Jahr werden definitiv Entscheidungen im Rahmen der Zielabweichungsverfahren fallen.“ Wie mehrfach berichtet, soll in Wachenheim im Bischofsgarten ein neuer Vollsortimenter entstehen. Zudem ist ein Discounter zwischen Friedelsheim und Gönnheim geplant. Dazu müsste aber von der Verbandsgemeinde Wachenheim jeweils ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren initiiert werden, in dem begründet werden muss, warum die gewählten Standorte die besten sind, obwohl sie aus raumplanerischer Sicht als nicht optimal gelten. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd hat dazu zunächst ein Einzelhandelskonzept gefordert. Dieses sei fertig und werde im Februar im Verbandsgemeinderat diskutiert, sagte Bechtel. Einen Schritt weiter ist die Stadt bei dem geplanten Generationenplatz auf der Schwimmbadwiese. Nach intensiven Gesprächen mit dem Kreis liege nun die Baugenehmigung für den ersten Abschnitt vor, bei dem ein Spielhügel sowie ein Holzschiff entstehen sollen. Einzig Lieferfristen für die Spielgeräte könnten dem Zeitplan noch gefährden, sagte Bechtel. In einem zweiten Schritt soll ein sogenannter Pumptrack entstehen, eine spezielle Mountainbikestrecke, verriet Bechtel. Vorangetrieben werden sollen in den kommenden Monaten auch die Pläne zur Umgestaltung des Marktplatzes. Knackpunkt sei hier die Weinstraße: Da diese Landesstraße ist, sei eine enge Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) nötig, so der Stadtchef. „2018 war ein gutes Jahr für Wachenheim. Vieles, was in den vergangenen Jahren angestoßen wurde, wird nun im Stadtbild sichtbar“, sagte Bechtel. Besonders viel Raum widmete er in seiner Rede den Fortschritten bei der „Herzensangelegenheit Altstadtsanierung“. Hier liege der Schlüssel für eine gute Zukunft der Stadt, ist Bechtel überzeugt. Als Beispiel für ein gelungenes Projekt führte er die Sanierung des ehemaligen Winzergenossenschaftsgebäudes an der Weinstraße an, in dem vor Kurzem das Izakaya und eine Weinfachhandlung eröffnet haben. Bechtel stellte in Aussicht, dass ein weiteres Restaurant an den Marktplatz kommen könnte. Die Wachenheimer Kulturdenkmäler, die Stadtwerke, die Infrastruktur sowie der große Einsatz der Ehrenamtlichen und der örtlichen Vereine waren weitere Themen der Rede des Bürgermeisters. Der Männerchor des MGV Wachenheim hatte die Gäste musikalisch begrüßt. Weinprinzessin Svenja I. ließ 2018 Revue passieren und gab einen Ausblick auf die 2019 anstehenden Feste in der Stadt.

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