Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel Glückt dem SV Weisenheim die Revanche?

Bernd Lindenau erzielte gegen die Arminia drei Tore.
Bernd Lindenau erzielte gegen die Arminia drei Tore.

Mit dem ungefährdeten 8:0 (3:0)-Sieg gegen den Tabellenvorletzten FC Arminia Ludwigshafen II hat sich der SV Weisenheim auf Rang sieben der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz verbessert. Am Sonntag, 14.45 Uhr, kommt der ASV Maxdorf zum Derby.

Die Reserve des Oberligisten war kein wirklicher Maßstab für den SVW, zumal die Rheingönheimer ohne personelle Unterstützung der ersten Garnitur auskommen mussten. „Benjamin Salzner hat in der Anfangsphase einen gefährlichen Freistoß klasse entschärft“, spricht Spielertrainer Daniel Schattner die erste Möglichkeit der Partie für die Gäste an. Doch es dauerte nur sieben Minuten bis zum ersten Treffer, den Bernd Lindenau nach einem hohen Ballgewinn erzielte. Danach hatten die Gäste in ihrer stärksten Phase einige Chancen nach Eckbällen, die von den Blau-Roten nicht gut verteidigt wurden. Die Vorentscheidung fiel mit einem Doppelschlag von Lindenau auf Flanke von Daniel Manß (44.) und Tim Reither nach Steckpass von Jan Gutermann (45.).

„Trotzdem haben wir uns in der Kabine geschworen, zu vermeiden, dass die Arminia mit einem Tor Morgenluft wittert“, sagt der Coach. Das Thema war schnell vom Tisch, denn Jan Gutermann (47.) und Manß (49.) erhöhten rasch auf 5:0. Der Widerstand der Ludwigshafener war gebrochen und der SVW legte in einer überlegen geführten zweiten Hälfte noch drei Treffer nach. Torschützen waren Schattner (58.), Lindenau mit seinem dritten Tor (75.) und Jan Gutermann (80.). Der Gast hatte per Kopfball nur noch eine passable Gelegenheit.

Der ASV Maxdorf wird ein ganz anderes Kaliber darstellen. Zwar sind die Chancen des vom früheren Torjäger Christian Jesberger trainierten Teams auf Rang zwei eher theoretischer Natur, aber die Maxdorfer haben dennoch eine spielstarke Mannschaft. Als Beispiel für diese These kann die sonntägliche Partie gegen Spitzenreiter SV Südwest Ludwigshafen herhalten, die der ASV 1:2 verlor. Wenn Südwest-Coach Ediz Sari nach dem Abpfiff zu Protokoll gibt, er habe in 25 Jahren als Trainer selten einen so unverdienten Sieg eingefahren, dann sagt eigentlich alles über die Maxdorfer Stärke aus. Schon im Hinspiel fiel der 2:1-Erfolg der Südwestler in die Rubrik „glücklich“.

Doch der SVW muss gar nicht so weit gehen, um sich an die Qualitäten des ASV zu erinnern. In der Vorrundenpartie am 17. August kam Weisenheim in einem denkwürdigen Spiel mit 0:8 unter die Räder. Eine noch schlimmere Klatsche als das 0:5 in der Runde zuvor und einer der bittersten Momente in der jüngeren Vereinsgeschichte. Die Abreibung kam einem sportlichen Offenbarungseid gleich. Gestimmt hatte an diesem rabenschwarzen Samstag rein gar nichts. „Wir haben keine Spieler, die sich gegen eine Niederlage aufbäumen, die die Mitspieler aufrütteln und dafür sorgen, dass wenigstens gekämpft wird“, kritisierte Schattner damals.

Er hofft, dass am Sonntag allein das Resultat Ansporn sein wird. „Eigentlich müsste jeder brennen“, betont der Übungsleiter, der den Blick trotz eines Acht-Punkte-Polsters auf die Abstiegsränge nach unten richtet. Fehlen wird auf jeden Fall der spielende Co-Trainer Florian Lutz, der sich gegen die Arminia eine Muskelverletzung zuzog. Lukas Löffel soll das Training wieder aufnehmen. Ob es für einen Bankplatz reicht, ist jedoch offen.

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