Bad Dürkheim Gebeuteltes Schlusslicht
«FREINSHEIM/WEISENHEIM AM SAND.»Österliche Ruhe? Fußballpause? Von wegen. Die Fußball-Bezirksligisten FV Freinsheim und SV Weisenheim bestreiten heute, 19.30 Uhr, Nachholspiele. Die Freinsheimer müssen am Ostermontag sogar noch ein zweites Mal ran.
Der FVF gastiert heute beim Tabellenvorletzten VfB Haßloch, der wohl um seine letzte Chance kämpft, um den Anschluss an die davor rangierenden Teams herzustellen. „Das ist auch für uns ein richtungsweisendes Spiel, in dem wir einen großen Schritt ans rettende Ufer machen können“, glaubt Freinsheims Coach Andreas Schröck. Sein Team ist seit fünf Partien ungeschlagen, hat jetzt aber drei Auswärtsspiele in Folge vor der Brust. „Wenn wir beim VfB gewinnen, will ich angesichts von dann 30 Punkten den drei Unentschieden der vergangenen Wochen nicht nachtrauern“, sagt der Trainer. Schröck rätselt noch, warum sein Team nicht selbstbewusster auftritt. Die 1:0-Führung im Spiel gegen Freimersheim und die Unterzahl der Südpfälzer hätten nach der Pause eigentlich zu einer breiten Brust führen müssen. Doch das Team verhielt sich wie das Kaninchen vor der Schlange, agierte viel zu passiv, verhalten und statisch und baute so den Gegner auf. „Auch in der zweiten Halbzeit haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert, keinen Zugriff bekommen und nicht gut gespielt“, bilanziert der Coach. Große Lücken im gesamten Mannschaftsverbund und fehlende Balleroberungen seien eklatant gewesen. Doch der Blick geht nach vorne, zumal Schröck eine Qualität der Mannschaft preist: Die Fähigkeit, mit späten Toren einer Partie eine Wende zu geben. In Haßloch werden Alexander Haferstroh wegen Skiurlaubs, Tobias Hoffmann aus beruflichen Gründen und Osman Sanli, der in der Türkei weilt, fehlen. Bei Nico Schubert, den Knieprobleme plagen, und Enrico Hinz, der möglicherweise arbeiten muss, ist der Einsatz fraglich. Dafür kehrt Nils Nebel in den kaum veränderten Kader zurück. Dem Wunsch des SV Weisenheim, wegen personeller Probleme die Partie gegen den TuS Knittelsheim zu verlegen, ist der gegen den Abstieg kämpfende Neuling nicht nachgekommen. Das kann man dem TuS auch nicht vorwerfen. „Mit halbwegs kompletter Mannschaft hätte ich gute Chancen für uns gesehen“, betont Trainer Günther Golfier, der Knittelsheim im Spiel bei Südwest Ludwigshafen beobachtete. „Es gibt keinen Lichtblick, im Gegenteil, die Situation wird immer prekärer“, klagt der Coach. Torben Sachse, Jakub Machac und Hendrik Raab sind in Urlaub. Ebenso wie Daniel Schattner, der sich zudem im Training bei einem Duell mit Torwart Marcel Bulla eine klaffende Wunde über dem Auge zugezogen hat, die genäht werden musste. Benjamin Salzner fehlt wegen beruflicher Verpflichtungen und Florian Müller wurde für vier Partien gesperrt. Dazu sind Andreas Fath, Tim Heisel, Joshua Josy und Timo Konietzka verletzt. Die fehlenden Spieler dezimieren den Kader nicht nur zahlenmäßig, es geht auch viel Qualität verloren. Qualität, die nötig wäre, um die schwarze Serie von 20 sieglosen Partien zu beenden. „Mit Sicherheit werden Akteure aus dem Reserveteam, aus der AH und von den A-Junioren dabei sein“, erklärt der Coach. Weisenheim erlebt derzeit ein Wechselbad der Gefühle. In der vergangenen Runde lief alles wie am Schnürchen, in dieser Serie läuft vieles gegen den SVW.