Bad Dürkheim Futter für das Eichhörnchen

Wegen schlechter Körpersprache saß Mustafa Odak (mit Ball) zuletzt auf der Bank. Nun drängt er zurück in die Startaufstellung de
Wegen schlechter Körpersprache saß Mustafa Odak (mit Ball) zuletzt auf der Bank. Nun drängt er zurück in die Startaufstellung der Freinsheimer.

«FREINSHEIM.»Der FV Freinsheim muss den Blick in der Bezirksliga immer noch nach unten richten. Die Abstiegsgefahr ist in einer verrückten, weil enorm ausgeglichenen Liga längst nicht gebannt. Die Lage soll sich am Sonntag, 15 Uhr, verbessern, wenn der FVF Aufsteiger TuS Knittelsheim empfängt.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Nach diesem Motto verfahren die Freinsheimer seit Wochen. Nach den beiden aufeinanderfolgenden Siegen gegen Freimersheim (4:3) und beim VfB Haßloch (3:0) war man schon geneigt, weißen Rauch aufsteigen zu lassen, doch danach gab es nur noch zwei Punkte aus vier Partien. Die Leistungen in diesen Begegnungen waren mehrheitlich in Ordnung, aber auch nicht so gut, um den Befreiungsschlag zu landen. Das soll nun nachgeholt werden. „Mit einem Sieg und dann 35 Punkten dürfte nichts mehr anbrennen“, hat Coach Andreas Schröck gerechnet. Nach dem 2:2 in Berghausen seien alle, er eingeschlossen, trotz eines Auswärtspunktes ziemlich deprimiert und unzufrieden gewesen. „Auf eigenem Gelände wollen wir dominant auftreten, unser Spiel durchbringen und strukturiert nach vorne agieren“, fordert der Trainer. Das dürfte gegen Knittelsheim nicht einfach werden. Die Südpfälzer sind der beste der vier Aufsteiger. Der TuS, der nie zuvor in seiner Vereinsgeschichte so hoch spielte, stand in der gesamten Saison nicht auf einem Abstiegsplatz. Eine Schwächephase gab es nur im Oktober, als die Knittelsheimer viermal hintereinander verloren, darunter war das 2:5 gegen Freinsheim. Der Schritt ans rettende Ufer, den der FVF noch gehen möchte, hat der TuS zuletzt mit zwei Siegen in Queichhambach (5:4) und gegen Ruchheim (1:0) schon vollzogen. Mit 36 Punkten kann der Neuling für eine zweite Bezirksliga-Saison planen. „Das ist eine stabile Mannschaft, der es immer wieder gelingt, gute Ergebnisse abzuliefern“, attestiert Schröck. Der Übungsleiter hat in allen Mannschaftsteilen große Variationsmöglichkeiten. Etwa im Sturmzentrum, wo Winterneuzugang Osman Sanli nach Verletzung zuletzt zu einem Kurzeinsatz kam. Auch der seit Monaten auf Eis liegende Torjäger Marcus Lerps „habe viel gearbeitet und ist schmerzfrei.“ Er ist ein Kandidat für die Bank. Hinzu kommt Youngster Konrad Berndl. Noch größer ist die Auswahl auf dem Flügel. „Sven Dauth und Noras Gula müssen sich steigern“, fordert Schröck. Kein Wunder, denn Nico Schubert und Enrico Hinz scharren mit den Hufen. Oder im defensiven Mittelfeld. Vermutlich wird der Coach nur mit zwei „Sechsern“ agieren, was bedeutet, dass einer aus dem Trio Sascha Schmitt, Elmir Brguljak und Alexander Haferstroh auf die Bank muss. Einer? „Sebastian Schmidt war nach seiner Einwechslung in Berghausen sehr gut im Spiel“, bringt der Coach einen weiteren Aspiranten ins Gespräch. Schließlich dränge Mustafa Odak, dem vor einer Woche seine „schlechte Körpersprache im Abschlusstraining“ den Platz kostete, zurück ins Team. Doch bei allen personellen Überlegungen stehen für Schröck zwei Punkte im Vordergrund: „Wir brauchen mehr Spielwitz und dürfen uns nicht unter Druck setzen lassen.“ Damit das Eichhörnchen etwas mehr Futter bekommt als zuletzt. Tagestipp FVF-Trainer Andreas Schröck 3:1 RHEINPFALZ-Mitarbeiter Thomas Leimert 3:2.

x