Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Friedelsheim vor Derby: Herausforderung gegen Aufstiegsfavorit Niederkirchen

TuS-Spielertrainer Nicolas Wrede (schwarzes Trikot) will mit seinem Team überraschen.
TuS-Spielertrainer Nicolas Wrede (schwarzes Trikot) will mit seinem Team überraschen.

Eine hohe Hürde muss der TuS Friedelsheim in der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt überwinden. Am Sonntag (15.30 Uhr) geht es zu Bezirksliga-Absteiger TuS Niederkirchen.

Schwerer kann ein Auftaktprogramm kaum sein. Die Friedelsheimer haben es an den ersten beiden Spieltagen mit Teams zu tun, die zum engen Kreis der Aufstiegsanwärter zählen. „Sowohl Seebach als auch Niederkirchen haben viele Spieler aus ihrem Bezirksligakader behalten. Schon deswegen sind sie zu den Favoriten zu rechnen“, sagt Nicolas Wrede, der Spielertrainer der Gäste. Niederkirchen habe sich mit Torben Deho, Jonas Krasemann, Leon Leidner und Nico Tschirschke zudem exzellent verstärkt. Gut, dass wenigstens der torgefährliche Cedric Arnold in Urlaub ist. Das habe der Offensivspieler Wrede, der einen Supermarkt leitet, beim Einkauf selbst erzählt.

„Mit dem 2:1-Sieg beim vorjährigen Vizemeister Berghausen hat Niederkirchen ein Ausrufezeichen gesetzt. Der TuS hat außerdem Aufstiegstrainer Sven Ohlinger, der die Mannschaft von der B-Klasse in die Bezirksliga geführt hat, zurückgeholt“, weiß der Friedelsheimer Übungsleiter. Über die B 271 sind es nur rund sieben Kilometer von Friedelsheim nach Niederkirchen, weshalb Wrede vom „eigentlichen Derby“ für seinen Verein spricht. Der Bezirksliga-Absteiger habe zwar viel Qualität in der Offensive, sei aber defensiv verwundbar, weil anfällig für lang geschlagene Bälle. In der Rückwärtsbewegung habe der Gegner mitunter Probleme, weshalb Friedelsheim seine Geschwindigkeit in der vorderen Reihe nutzen müsse.

Dazu müsse sich sein Team aber im Spiel gegen den Ball steigern und im taktischen Verständnis zulegen. „Wir brauchen mehr Kompaktheit, müssen die Räume verengen, um dann rasch nach vorne spielen zu können“, spricht der 32-jährige Wrede über seinen Plan. Die Leistung aus der Begegnung mit Seebach, wo bei der 1:2-Niederlage mehr drin gewesen sei, mache Mut. Gefährlich vor des Gegners Tor käme seine Mannschaft in jedem Spiel mehrfach, müsse aber noch an der Chancenverwertung und der Entscheidungsfindung arbeiten. Die nötige Ruhe und Kälte gehe Friesenheim derzeit noch ab. Auch das Rückzugsverhalten bei Ballverlusten im vorderen Bereich sei noch nicht optimal.

Am 5-4-1-System mit Natanael-Iosif Albu und Benjamin Hill als Schienenspielern, das eine defensive Grundformation erkennen lässt, will Wrede festhalten. Auch deswegen, weil die Umstellung auf Viererkette bei Rückstand gut funktioniert habe. Ein Szenario, dass sich in Niederkirchen wiederholen könnte. Vermutlich kommt es zum Debüt für die neu verpflichteten Timo Gehrlein und Fabian Hoffmann, die dem Coach mehr personellen Spielraum geben. Auch der wegen einer Magen-Darm-Erkrankung gegen Seebach ausgefallene Außenbahnspieler Nino Mettbach sollte wieder zur Verfügung stehen.

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