Bad Dürkheim Freinsheimer Gala-Auftritt

Erwischte einen Sahnetag: Freinsheims Nico Schubert (weißes Trikot), den die Knittelsheimer Abwehr nie in den Griff bekam.
Erwischte einen Sahnetag: Freinsheims Nico Schubert (weißes Trikot), den die Knittelsheimer Abwehr nie in den Griff bekam.

«FREINSHEIM.» Fußball-Bezirksligist FV Freinsheim hat wohl den entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Das Team bezwang Aufsteiger TuS Knittelsheim nach einer hervorragenden Leistung 7:0 (2:0) und belegt weiterhin den achten Tabellenplatz.

Die Gastgeber dominierten über 90 Minuten und waren den hausbacken und hölzern wirkenden Südpfälzern in allen Belangen überlegen. Vor allem in den Bereichen Tempo, Handlungsschnelligkeit, Technik, Cleverness, Spielfreude und Wille gefielen die teilweise brillant aufspielenden und prima kombinierenden Freinsheimer. Die Mannschaft, die ohne Schwachpunkt auftrat, bewies ein erstklassiges Umschaltspiel. Knittelheim war mit dem 0:7 gut bedient. Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Klasse Pass von Sebastian Schmidt auf den flinken Gula, der präzise flankte. Im Strafraum stand Kapitän Leideck völlig frei, köpfte aber den Ball am Pfosten vorbei (2.). „Den habe ich drin gesehen, aber in die Sonne geschaut und den Ball nicht richtig getroffen. Trotzdem muss er rein“, sagte Leideck. Der FVF blieb am Drücker, spielte schnell und viel über die Flügel. Damit brachten die Platzherren die Gäste häufig in Schwierigkeiten. Nach einer Flanke von Gula, die Haferstroh verlängerte, hatte Schubert die nächste hochkarätige Chance, doch er schloss zu überhastet ab (6.). Dann riss der überragende Odak mit einem Steilpass auf Schubert die TuS-Abwehr auf, doch Gula traf nur das Außennetz (8.). Knittelsheim offenbarte in der Deckung große Lücken und wirkte wenig kompakt. Das überfällige 1:0 fiel, als Haferstroh einen Freistoß aus dem Halbfeld nur antippte, Schubert mit einem Raketenantritt zwei Gegner abschüttelte und Brguljak anspielte. Der legte den Ball mit der Hacke genial ab und der durchgelaufenen Schubert vollendete (32.). „Man muss einen Freistoß nicht immer in den Strafraum schlagen“, freute sich Trainer Andreas Schröck über die gelungenen Variante. Freinsheim legte das 2:0 nach. Sebastian Schmitt setzte sich durch, seinen Querpass verpasste Leideck, doch am zweiten Pfosten stand Schubert und schoss ungehindert ein (42.). In der zweiten Halbzeit bauten die Südpfälzer ab, während sich der FVF in einen Rausch steigerte. Haferstroh spielte Boller auf dem Flügel an, dessen Flanke aus dem Lauf wehrte Torwart Wittke zu kurz ab und Haferstroh markierte von der Strafraumgrenze das 3:0 (65.). Auch beim 4:0 war der Schütze der Einfädler. Ballgewinn von Leideck im Mittelfeld, Haferstroh umkurvte Wittke, wurde jedoch abgetrieben. „Lukas hat gerufen“, erklärte Haferstroh, warum er aus der Drehung flankte. Leideck sagte danke (68.). Der Kapitän markierte per Abstauber auch Tor Nummer fünf (76.). „Ich hatte zwei Ideen im Kopf“, beschrieb Pauli seine Schussflanke, die Wittke nur abklatschen konnte. Schubert auf Zuspiel von Leideck (79.) und Leideck nach Vorlage von Lerps (89.) rundeten eine spielerisch großartige Vorstellung des FVF ab. So spielten sie Freinsheim: Mäurer – Pauli, Thomas Nebel, Odak, Boller - Brguljak, Sebastian Schmidt (71. Sascha Schmitt) - Gula (76. Berndl), Haferstroh (79. Lerps), Schubert - Leideck Tore: 1:0, 2:0 Schubert (32., 42.), 3:0 Haferstroh (65.), 4:0, 5:0 Leideck (68., 76.), 6:0 Schubert (79.), 7:0 Leideck (89.) - Gelbe Karten: Bosch, Hebel - Beste Spieler: Odak, Schubert, Leideck, Haferstroh, Brguljak - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Isufaj (Weingarten).

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