Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Freinsheim II: Drei Rote Karten in zehn Minuten

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In der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Nord haben der FV Freinsheim II und der SV Weisenheim II ihre Spiele am Wochenende verloren. Die Nachbarn zieren jetzt einträchtig das Tabellenende, haben aber weniger Spiele ausgetragen als die Konkurrenz.

TSV EppsteinFV Freinsheim II 1:0. „Ich erzähle Woche für Woche dasselbe. Die Leute müssen glauben, ich sei verrückt, aber wir waren wieder die bessere Mannschaft“, ärgerte sich der Freinsheimer Spielertrainer Kevin Bappert über eine vermeidbare Niederlage. Seiner Darstellung nach war sein Team spielbestimmend, deutlich überlegen, habe aber wieder einmal reihenweise Chancen versiebt. „Wir laufen an, erobern Bälle, spielen klarste Chancen heraus, schaffen es aber nicht, die Kugel über die Linie zu drücken. Mit dem Fuß nicht, und mit dem Kopf auch nicht“, haderte Bappert. So stand die Partie bis zur 81. Minute 0:0, ehe nach einem Eckball für Eppstein der Torschütze völlig blank stand und vollstreckte.

Freinsheim musste in einer immer hitziger werdenden Partie einem Rückstand hinterherlaufen. Nach einem Gerangel sah Joshua Eberle die Rote Karte (83.). Eine Minute später gab es die Gelb-Rote Karte für einen Eppsteiner, sodass der numerische Gleichstand wiederhergestellt war. Der FVF entblößte die Abwehr und drückte auf den Ausgleich. Konterkariert wurden die Bemühungen von einer Roten Karte für Florian Fuhrmann. Und als in der Nachspielzeit Niklas Eisenbeis wegen einer „Notbremse“ raus musste, hatten drei Freinsheimer binnen zehn Minuten „Rot“ gesehen. Bapperts Kommentar: „Ich bin fassungslos.“

SG Leiningerland – SV Weisenheim II 2:0. Die Gastgeber fanden gut in die Partie und störten Weisenheim bereits im Spielaufbau. Aus einer solchen Aktion fiel das 1:0, als Tobias Reiß ein Eigentor unterlief (3.). Die SG bestimmte das Spiel, war kämpferisch und läuferisch überlegen, scheiterte aber in aussichtsreicher Position am sehr guten Torwart Benjamin Salzner. Die erste Möglichkeit der Gäste hatte Paul Hermes nach einer guten halben Stunde, doch der SG-Torhüter entschärfte seinen Schuss. Kurz vor der Pause traf erneut Hermes die Latte (43.). „Man hat gemerkt, dass wir Probleme mit dem Naturrasen hatten und uns viele Bälle versprungen sind“, sagte SVW-Co-Trainer Martin Schöpper.

Weisenheim wechselte zur Hälfte zweimal und brachte die offensiven Brüder Max und Florian Stahl. Das zahlte sich aus, denn der SVW war präsenter und aktiver. Max Stahl und Pascal Groh hatten nach einem Freistoß von Hermes die Chance zum Ausgleich (70.), ebenso Kapitän Tim Kraft nach einem weiten Abschlag Salzners (77.). Weisenheim war am Drücker und hätte das 1:1 erzielen müssen, doch Kraft vergab alleine vor dem Torwart (82.). In der Nachspielzeit öffnete der SVW die Deckung, doch ein gut ausgespielter Konter führte zum 2:0 für Leiningerland. „Nach der Pause lief es viel besser und wir hatten Chancen, das Spiel zu drehen. Es war mehr drin“, konstatierte Schöpper.

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