Bad Dürkheim / Wachenheim
Freibadsaison: Bilanz nach ersten warmen Tagen
Das warme Fronleichnam-Wetter sorgt im Dürkheimer Salinarium für die erste Besucher-Spitze. Knapp 1500 Menschen waren am Feiertag zum Baden gekommen, berichtet die kommissarische Leiterin Ira Schlömer über den bisher besucherstärksten Tag des Jahres. Einen richtigen Ansturm könne sie in diesem Frühsommer aber noch nicht erkennen, sagt sie. „Es ist kein Vergleich zu den Jahren vor Corona.“ In den Pfingstferien seien etwa 800 bis 900 Besucher pro Tag genommen. Mehr los war an den vergangenen beiden Sonntagen mit jeweils 1200 Badegästen. Das könne noch ein bisschen mehr sein, sagt Schlömer, aber noch sei der richtige Hochsommer nicht gekommen.
Ähnlich sieht es in Wachenheim aus. Hier kamen in den Pfingstferien zwischen 150 und 300 Leuten am Tag. Der Pfingstmontag war mit 360 Besuchen der bisher stärkste Tag des Jahres. „Für das Wetter ist es schwach besucht“, sagt Schwimmmeister Ralf Johannsen. Er denkt, dass viele Menschen derzeit im Urlaub sind. Aber auch er vergleicht die Besucherzahlen mit der Zeit vor der Pandemie. „Vor Corona hatten wir bei dem Wetter wesentlich mehr“, sagt Johannsen. 800 bis 900 Menschen am Tag seien Spitzenwerte fürs Wachenheimer Freibad, da sei also noch Luft nach oben. Er wolle sich aber nicht beschweren. Johannsen geht davon aus, dass die Leute nach ihrem Pfingsturlaub nun wieder verstärkt ins Bad kommen. Außerdem seien nun 30 Grad Celsius gemeldet. „Es wird langsam wärmer, ich hoffe, dass es sich einspielt“, sagt er. Und auch der Saisonkartenverkauf laufe gut und sei fast schon auf Vorjahresniveau.
Die Wassertemperatur dürfte in beiden Bädern niemanden mehr abschrecken. Im Salinarium ist das Außenbecken zurzeit zwischen 24 und 25 Grad warm. „Wir heizen bis auf 23 Grad, den Rest erledigt die Sonne“, sagt Schlömer. In Wachenheim ist das Becken derzeit ebenfalls 25 Grad warm.
Kein „oben ohne“ für Frauen
Noch nicht angekommen ist in beiden Bädern die aktuelle „Oben-ohne“-Diskussion aus Berlin. Dort hatte sich eine Frau diskriminiert gefühlt, weil sie sich als Frau ein Oberteil anziehen muss, Männer aber nicht. Seither ist in allen Berliner Bädern „oben ohne“ für alle ausdrücklich erlaubt. Auch andernorts wird diskutiert – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.
„Das ist noch nicht vorgekommen und das ist auch kein Thema“, sagt Schlömer zur Debatte. „Wir würden die Damen darauf hinweisen, den Oberkörper zu bekleiden“, sagt sie. Das Salinarium sei ein Familienbad. Sie verweist auf den Sauna-Bereich. Auf dieser Terrasse gebe es die Möglichkeit, sich nackt zu sonnen. „Der Bereich ist geschützt“, betont Schlömer. Das sei auch für die Gäste angenehmer – wegen möglicher Blicke.
Auch in Wachenheim ist „oben ohne“ bei Frauen kein Thema. Morgens kämen die Senioren zum Schwimmen, mittags die Familien mit Kindern, beschreibt Johannsen seine Badegäste. Sollte es vorkommen, würde er es unterbinden, sagt der Schwimmmeister – und „den Baggerweiher empfehlen“.